Bücher

Leselust in Warstein: Mehr Bücher für das ganze Stadtgebiet

Stößt auf Anklang: Offenes Bücherregal in Suttrop.

Stößt auf Anklang: Offenes Bücherregal in Suttrop.

Foto: Sebastian Hahn

Warstein.   Bücher für alle. Das ist in diesem digitalen Zeitalter ein Gedanke, der erstmal altmodisch klingt, aber auf mehr Anklang stößt als erwartet.

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Der Belecker Wilkeplatz hat seit Samstag einen echten Farbtupfer abbekommen: Die rote Telefonzelle ist der vierte öffentliche Bücherschrank im Stadtgebiet – und der Wunsch bei den Warsteiner Bürgern nach mehr Raum zum Stöbern ist groß.

Bürger wollen Bücher

Bei einer nicht repräsentativen Umfrage auf dem Instagram-Account der WESTFALENPOST „@wpwarstein“ befürworteten 68 Prozent der Nutzer weitere Bücherschränke im Stadtgebiet. Wie es in den einzelnen Ortsteilen ausschaut und wo sich die Bürger Bücherschränke vorstellen könnten.

Warstein

“Das Bücherregal macht das Bürgercenter zum Bürgercenter. Es belebt den Standort“, freut sich Ortsvorsteher Dietmar Lange über das Angebot im Rathaus.

Unweit davon gibt es im Café IBAHS am Müscheder Weg bereits eine weitere Möglichkeit, kostenlos Bücher mit anderen Lesern zu tauschen. Das Problem: Bisher befinden sich beide Bücherschränke in geschlossenen Räumen, rund um die Uhr haben Leseratten also keinen Zugriff auf neue Bücher.

Die Planungen laufen

Dies könnte sich bald ändern, wie Dietmar Lange im Gespräch mit der WESTFALENPOST verrät: „Die Planungen sind noch in einer sehr frühen Phase und es ist noch nichts konkret.

Aber wir arbeiten daran, an der Dieplohstraße einen Schrank einzurichten, der außerhalb geschlossener Räumlichkeiten liegt.“ In Zukunft könnte es also drei Bücherschränke alleine im Ortsteil Warstein geben.

Belecke/Suttrop

Beide Orte sind bereits mit einem Bücherschrank versorgt. Belecke seit vergangenem Samstag, das Suttroper Regal neben den Geldautomaten der Sparkasse und Volksbank war dagegen sogar das erste im gesamten Stadtgebiet.

Allagen/Niederbergheim

Anders schaut es im Möhnetal aus. Das nächste Regal steht aktuell auf dem Wilkeplatz in Belecke, ansonsten fehlt dort ein entsprechendes Angebot.

„Ein Bücherschrank ist im Gespräch, allerdings müssen wir auch immer die finanziellen Rahmenbedingungen im Auge behalten“, sagt Heinrich Münstermann, Vorsitzender der Initiativkreises Dorfgemeinschaft Allagen und Niederbergheim.

Interesse ist gegeben

Das Interesse der Bürger sei aber generell vorhanden: „Natürlich wäre so etwas wünschenswert, noch stecken wir aber mitten in den Planungen.“

MüSiWa

Die Mülheimer Ortsvorsteherin Susanne Kemker hält ein ähnliches Angebot in Mülheim für nicht realistisch: „Das würde die Dimensionen des Ortes sprengen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Bücherschrank am Einkaufszentrum in Sichtigvor Sinn ergeben würde.“

Ihre Sichtigvorer Kollegin Heike Kruse nimmt die Idee gerne auf, schränkt aber ein: „Natürlich wäre ein öffentlicher Bücherschrank eine Bereicherung für den Ort, wir haben mit der Pfarrbücherei aber auch bereits ein gut sortiertes Angebot in Sichtigvor:“

Gutbesuchte Plätze gegen Vandalismus

Dennoch glaubt sie, dass ein Bücherschrank am Einkaufszentrum gut funktionieren würde: „Er wäre natürlich stark frequentiert, was auch dem Vandalismus vorbeugen würde. Vielleicht ist der Vereinsring ja bereit, so ein Projekt zu unterstützen.“

Hirschberg

Auch Hirschbergs Ortsvorsteher Franz Linneboden hat die Idee für ein öffentliches Bücherregal im Hinterkopf: „Momentan sind wir aber noch voll mit dem Projekt ‘Hirschberg macht Platz’ beschäftigt und dort dementsprechend eingebunden.

Das Interesse ist da, allerdings werden wir uns dem wohl erst im kommenden Jahr widmen können.“ Dann sollen mehrere Ideen, die im Konzept „Hirschberg 2020“ verankert sind, angegangen werden:

„Die Idee eines öffentlichen Bücherschranks kam damals schon, von daher sollten wir das im Blick behalten“, sagt Linneboden.

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