LWL Lippstadt

Forensische Psychiatrie bekommt neuen Ärztlichen Direktor

Bernd Wallenstein ist neuer Ärztlicher Direktor des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn.

Bernd Wallenstein ist neuer Ärztlicher Direktor des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn.

Foto: LWL/Brinkhoff-Wieners

Lippstadt.   Bernd Wallenstein neuer Ärztliche Direktor des Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt. Welche neuen Strategien er entwickeln will.

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Der neue Ärztliche Direktor des Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) heißt Bernd Wallenstein.

Der 58-jährige Arzt, forensische Psychiater und Psychotherapeut löst damit die langjährige Direktorin Dr. Nahlah Saimeh ab, die sich im Mai auf eigenen Wunsch von diesem Posten verabschiedete und deren Stellvertreter Wallenstein seit Jahren war.

Bereits seit 1991 in Eickelborn

Der Gesundheits- und Krankenhausausschuss des LWL wählte den gebürtigen Lüdenscheider einstimmig zum neuen Ärztlichen Direktor. Wallenstein arbeitet bereits seit 1991 im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie in Eickelborn und lernte die Klinik von der Basisarbeit her kennen, bis zur langjährigen Tätigkeit als Chefarzt der Abteilung „Klinische Psychiatrie“ und zuletzt als kommissarischer Ärztlicher Direktor. LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg gratulierte Wallenstein zu seiner Wahl durch den LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschuss.

Bernd Wallenstein sieht vor allem drei Herausforderungen für die zukünftige Klinikentwicklung: „Die Veränderung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen trifft insbesondere auch den Maßregelvollzug, vor allem was die Suche nach geeigneten neuen Fachkräften angeht.“ Durch einen bevorstehenden Generationenwechsel in der Mitarbeiterschaft werde es verstärkt notwendig sein, Strategien zu entwickeln, dass junge Fachkräfte zum „Kommen und Bleiben“ gewonnen werden können, so Wallenstein.

Anpassungen in der Klinikstruktur

Durch neue gesetzliche Vorgaben und juristische Rahmenbedingungen werde es Anpassungen in der Klinikstruktur geben müssen. Die Patientenzuweisungen verschieben sich. „Vor Jahren wurde der Suchtbereich in Eickelborn geschlossen, 2016 wurde die erste neue Station zur Suchtbehandlung wieder eröffnet und weitere werden folgen. Die hierfür erforderlichen therapeutischen Grundlagen und Rahmenbedingungen sind heute andere“, so Wallenstein.

Und gerade in der Situation nach dem Wegfall der „Eickelborner Sonderregelung“ beim 1:1-Ausgang für spezielle Tätergruppen: Bernd Wallenstein sieht in der Zusammenarbeit mit Bürgern, Klinikbeirat und Bürgerinitiative im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft, die weiterhin durch Sicherheit, Transparenz und Offenheit geprägt sein soll, eine wichtige Aufgabe für den Klinikstandort und die Region.

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