Böllern und Co.

Das erwartet die Besucher beim Belecker Sturmtag 2019

Belecker Sturmtag: Mit dem morgendlichen Böllern beginnt der Festtag am Mittwoch vor Pfingsten.

Belecker Sturmtag: Mit dem morgendlichen Böllern beginnt der Festtag am Mittwoch vor Pfingsten.

Foto: Laura Handke

Belecke.   Am Mittwoch vor Pfingsten erinnert der Kultur- und Heimatverein Badulikum an die Soester Fehde. Das ist das Programm zum Belecker Sturmtag.

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Es ist mittlerweile eine feste Größe der alljährlichen Belecker Sturmtagsfeierlichkeiten am Mittwoch vor Pfingsten: Das opulente Frühstück der Sturmtagskanoniere, bei dem man von 5.15 Uhr an, also direkt nach den ersten Böllerschüssen, drei Stunden lang nach Herzenslust schlemmen kann. Alles nach dem Motto „Futtern ohne Ende gegen eine Spende“.

Das Böllern und das gemeinschaftliche Frühstück für jedermann eröffnen am Mittwoch, 5. Juni, die Festfolge des traditionellen Belecker Sturmtages, der auf eine lange Geschichte seit 1448 blicken kann. Wer möchte, ist herzlich eingeladen, auch nach dem letzten Pulverdampf ein wenig im geselligen Kreis an Stütings Mühle und dem historischen Sägegatter zu verweilen.

Festabend am Kaiser-Heinrich-Bad

Am Nachmittag folgen der Auftritt eines Zauberers in der Belecker Stadtbücherei und die Öffnung der Schatzkammer Propstei mit der Ikonen-Sonderausstellung in der Belecker Altstadt.

Abends, im Anschluss an den um 19.30 Uhr beginnenden ökumenischen Festgottesdienst am Kaiser-Heinrich-Bad, wird dort das zurzeit best gehütete Geheimnis Beleckes gelüftet: die Ehrung des neuen Bürgermeister-Wilke-Preisträgers.

Im Anschluss daran sind alle Besucher zu einem gemütlichen Beisammensein mit kühlen Getränken am Kaiser-Heinrich-Bad eingeladen, dessen Geschichte 1934 begann, und das daher in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiern darf.

Am Sturmtag wird an den vergeblichen Versuch marodierender Horden der abtrünnigen Stadt Soest erinnert, im Rahmen der „Soester Fehde“ (1444-1449), die treu zu Kurköln stehende Stadt Belecke im Jahre 1448 zu stürmen und zu plündern. Bürgermeister Goar Wilke verlor der Überlieferung nach bei der erfolgreichen Verteidigung seiner Heimatstadt sein Leben.

Die Soester sollen lediglich die Belecker Vogelstange erbeutet haben, mussten aber den Verlust ihrer Stadtfahne beklagen. Diese wurde bis zum Stadtbrand im Jahre 1805 im damaligen Belecker Rathaus aufbewahrt und fiel dann den Flammen des großen Stadtbrandes zum Opfer.

>>> Badulikum erweitert Online-Auftritt

Kurz vor dem Sturmtag hat der Kultur- und Heimatverein Badulikum sein Online-Angebot in zwei Bereichen erweitert. Nun besteht die Möglichkeit, die Geschichte des Sturmtages ab dem 500. Sturmtag im Jahr 1948 nachzulesen. Zu dieser Chronik gehören alle offiziellen Einladungen, die Programme der Sturmtagsfeiern und die Presseartikel des jeweiligen Jahres.

Parallel dazu hat Webmaster Franz-Josef Schiermeister damit begonnen, die Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte.“ online zu stellen. Beginnend mit dem ersten Teil von Band 1, der „Zeitreise“ (2013), werden später auch Band 2 „Unsere Welt ist Karneval“ (2015) und Band 3 „Uese Biäelske Platt“ (2018) auf der Homepage www.badulikum.de zur Verfügung stehen.

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