Sturmtag

Bürgermeister-Wilke-Preis steht im Zeichen der Kirche

Sturmtagsfeier: Hans-Jürgen Raulf verleiht den Bürgermeister-Wilke-Preis an Carl-Heinz Hilker, Norbert Cruse und Alfred Henke (von links).

Sturmtagsfeier: Hans-Jürgen Raulf verleiht den Bürgermeister-Wilke-Preis an Carl-Heinz Hilker, Norbert Cruse und Alfred Henke (von links).

Foto: Thorsten Streber

Belecke.   Drei Belecker, die sich um die Kirchengemeinden verdient gemacht haben, wurden am Sturmtag mit dem Bürgermeister-Wilke-Preis ausgezeichnet.

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Wenn Deutschland das Reformationsjubiläum und zumindest ganz Belecke den Sturmtag zum ersten Mal in „Pastors Garten“ feiert, kommt der Badulikum-Beirat bei der Auswahl der diesjährigen Bürgermeister-Wilke-Preisträger nicht an Menschen vorbei, die sich rund um die Kirche verdient gemacht haben.

Daher zeichnete Hans-Jürgen Raulf als Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins gestern Abend Vertreter der drei Belecker Kirchengemeinden aus: Norbert Kruse für die katholische Kirchengemeinde St. Pankratius, Alfred Henke für die (ehemalige) katholische Kirchengemeinde Heilig-Kreuz und Carl-Heinz Hilker für die evangelische Kirchengemeinde Belecke.

„Wir möchten drei Männern mit Feuer im Herzen Dank sagen“, nahm Raulf in seiner Laudatio ein Zitat von Papst Franziskus über den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, auf. Dass Vertreter beider Konfessionen ausgezeichnet werden, war für den Badulikum-Vorsitzenden selbstverständlich: „Ökumene ist das Zeichen der Zeit, des christlichen Miteinanders.“

Norbert Cruse

Bei den Pfadfindern begann das kirchliche Engagement des ersten Preisträgers. Norbert Cruse war als erster Stammesvorsitzender vor rund 50 Jahren maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die Belecker Gruppe vom Stamm Warstein lösen und fortan eigenständig tätig sein konnte. Bis 1979 begleitete der heute 71-Jährige dann unter anderem die jährlichen Ferienfreizeiten.

1981 wurde Norbert Cruse erstmals in den Pfarrgemeinderat gewählt, dessen Vorsitzender er bis 1993 blieb. Seit 1997 gehört er dem Kirchenvorstand von St. Pankratius an, seit 2009 als geschäftsführender Vorsitzender.

Alfred Henke

Ebenfalls bei den Pfadfindern stieg Alfred Henke in die kirchliche Arbeit ein, wechselte aber bereits 1966 in die Kolpingsfamilie, deren Vorsitzender er bereits zwei Jahre später wurde. 1982 rückte er aus der ersten Reihe zurück, blieb bis 1997 aber stellvertretender Vorsitzender. Heute gehört der 71-Jährige noch zu den Sprechern der Ü60-Seniorenkreises. Mehr als 40 Jahre lang verantwortete er die Papier- und Kleidersammlung im gesamten Bezirksverband Warstein-Rüthen.

Im Kirchenvorstand arbeitete er seit 1976 mit, wurde 1994 zweiter und sechs Jahre später geschäftsführender Vorsitzender. „Er war maßgeblich beteiligt am Aufbau der Heilig-Kreuz-Gemeinde“, würdigte Raulf den neuen Bürgermeister-Wilke-Preisträger, „sah jedoch später auch die unabdingbare Notwendigkeit der Rückpfarrung.“ Als sich beide wieder zusammenschlossen, sei er abermals ein „wichtiges Zahnrad“ gewesen.

Carl-Heinz Hilker

Im Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde verdiente sich Carl-Heinz Hilker als dritter Preisträger Anerkennung. Von 1992 bis 2016 gehörte er dem Gremium an, darunter acht Jahre als Finanzkirchmeister. Außerdem habe er maßgeblich die Zusammenlegung der Pfarrbezirke mitgestaltet, erinnerte Hans-Jürgen Raulf. Zudem arbeitet der 74-Jährige, der 1968 berufsbedingt nach Belecke gezogen ist, seit zehn Jahren im Synodalvorstand des evangelischen Kirchenkreises Arnsberg mit und engagiert er sich heute noch als Lektor und Abendmahlshelfer im Gottesdienst sowie im Posaunenchor und im Singkreis.

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