Elektromobilität

Auto-Verbandschef fordert in Warstein E-Ruck für Deutschland

VDA-Präsident Bernhard Mattes erläutert den aktuellen Stand und die Zukunftsaussichten der Elektromobilisierung aus Sicht des VDA. Weiter von links: Jörg Malzon-Jessen, Arne Kohring, Markus Thoben (alle Infineon), Andreas Rother (IHK Arnsberg/Hellweg-Sauerland) und Thomas Schöne (Bürgermeister Warstein).

VDA-Präsident Bernhard Mattes erläutert den aktuellen Stand und die Zukunftsaussichten der Elektromobilisierung aus Sicht des VDA. Weiter von links: Jörg Malzon-Jessen, Arne Kohring, Markus Thoben (alle Infineon), Andreas Rother (IHK Arnsberg/Hellweg-Sauerland) und Thomas Schöne (Bürgermeister Warstein).

Foto: Infineon

Belecke.   Bei einem Besuch bei Infineon lobt der VDA-Präsident den Einsatz Warsteins für Elektromobilität. Er kündigt 40 Milliarden Euro Investitionen an.

Eine „bundesweite Vorbildfunktion“ attestiert Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der Stadt Warstein. „Ich finde es bemerkenswert, dass Warstein eine so hohe Ladedichte aufweist“, sagte er bei einem Besuch beim Halbleiterhersteller Infineon in Warstein-Belecke. Damit schaffe die Stadt im Sauerland wichtige „Voraussetzungen für nachhaltige und klimafreundliche Mobilität“.

In Warstein gibt es 27 öffentlich zugängliche Ladepunkte. „Bezogen auf die Bevölkerung sind wir damit die Stadt mit der höchsten Dichte an Ladepunkten in Deutschland“, hob Bürgermeister Thomas Schöne hervor. Er betonte, dass alle Ladepunkte von Privatunternehmen errichtet worden seien. „Diesen Kurs wollen wir weiterverfolgen“, kündigte der Bürgermeister an.

Lob für Ladeinfrastruktur in Warstein

Bernhard Mattes sieht eine „europaweit dichte, kundenfreundliche Ladeinfrastruktur“ als nötige Voraussetzung an, damit die deutschen Hersteller die CO2-Grenzwerte der EU für ihre Flotten einhalten können. „Zudem wird eine möglichst einheitliche wirkungsvolle Förderkulisse benötigt“, forderte der VDA-Präsident. „Wir brauchen einen E-Ruck in Deutschland.“

Thomas Schöne dankte Infineon Technologies für das Engagement rund um die Elektromobilität am Standort Warstein. Mit rund 2000 Beschäftigten entwickelt und fertigt Infineon Halbleiterlösungen zum Beispiel für Automobilelektronik und Elektromobilität, für erneuerbare Energien und Industrieantriebe.

Modellpalette an E-Autos soll sich verdreifachen

„Als Innovationsschmiede für Leistungselektronik hilft der Standort Warstein, die Reichweite von Elektroautos zu erhöhen und die Ladezeiten zu verringern“, erklärte Unternehmenssprecher Jörg Malzon-Jessen.

Der VDA-Präsident kündigte an, dass die Automobilindustrie in den nächsten drei Jahren 40 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren werden. „Gleichzeitig werden die deutschen Autohersteller ihr Modellangebot an E-Autos mehr als verdreifachen.“

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