Kraftwerk

Kohlekraftwerk in Datteln könnte noch später ans Netz gehen

Eigentlich hatte das Kraftwerk Datteln 4 schon 2011 ans Netz gehen sollen.

Foto: Volker Hartmann/FUNKE Foto Services / Volker Hartmann

Eigentlich hatte das Kraftwerk Datteln 4 schon 2011 ans Netz gehen sollen. Foto: Volker Hartmann/FUNKE Foto Services / Volker Hartmann

Datteln.  Bei der Inbetriebnahme des Kraftwerks in Datteln gibt es weiter Probleme. Die Überprüfung von 35.000 Schweißnähten dauert länger als angenommen.

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Der wohl letzte Neubau eines großen Kohlekraftwerks in Deutschland geht möglicherweise noch später als bislang geplant ans Netz. Beim Kraftwerk in Datteln seien weitere Verzögerungen nicht auszuschließen, sagte der Vorstandschef des Energiekonzerns Uniper, Klaus Schäfer, am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf.

Die Überprüfung von rund 35.000 Schweißnähten dauere länger als ursprünglich angenommen. Ende vergangenen Jahres hatte Uniper die Inbetriebnahme auf das vierte Quartal 2018 verschoben. Diesen Termin könne Uniper "nicht ausdrücklich bestätigen", sagte Schäfer.

Inbetriebnahme war ursprünglich für 2011 vorgesehen

Die gut eine Milliarde Euro teure Anlage hatte durch einen rund zehnjährigen juristischen Kampf um die Bau- und Betriebsgenehmigungen immer wieder Schlagzeilen gemacht. Nach einem gerichtlichen Baustopp 2009 drohte das bereits weit fortgeschrittene Projekt sogar zur Bauruine zu werden. Ursprünglich war die Inbetriebnahme für 2011 vorgesehen.

Die neuen Probleme hängen mit Schäden am Stahl zusammen, der für die Kesselanlage verbaut wurde. Die Untersuchung der Schäden dauere länger als ursprünglich angenommen, sagte Schäfer. Erst wenn die Überprüfungen abgeschlossen seien, könne ein endgültiges Reparaturkonzept erstellt werden. (dpa)

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