Kultur

Velberter Operngala wird nicht mehr stattfinden

Die Organisatoren der Velberter Operngala: Hans-Günter Ostholt (rechts), Karl-Heinz Nacke (dritter von rechts) sowie Schirmherr Heinz Schemken (links). Mit auf dem Bild die Empfänger der Spende: Clemens Bender (zweiter von links) vom ASV Tönisheide, Claudia Freund (dritte von links) vom Nevigeser Turnverein sowie an Andrea Kupatz von der evangelischen Kirchengemeinde Dalbecksbaum (zweite von rechts).

Die Organisatoren der Velberter Operngala: Hans-Günter Ostholt (rechts), Karl-Heinz Nacke (dritter von rechts) sowie Schirmherr Heinz Schemken (links). Mit auf dem Bild die Empfänger der Spende: Clemens Bender (zweiter von links) vom ASV Tönisheide, Claudia Freund (dritte von links) vom Nevigeser Turnverein sowie an Andrea Kupatz von der evangelischen Kirchengemeinde Dalbecksbaum (zweite von rechts).

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Die Velberter Operngala wird nicht mehr stattfinden, das haben die Veranstalter mitgeteilt. Grund ist das Ende der Kooperation der beiden Chöre.

Die Velberter Operngala wird es nicht mehr geben. Das haben die Veranstalter nun auf der Nachversammlung zur diesjährigen Veranstaltung verkündet. Für viele Opernfans aus Velbert und Umgebung dürfte das eine traurige Nachricht sein.

„Die Kooperation mit dem Hochdahler Männergesangsverein ist beendet“, verkündete Organisator Karl-Heinz Nacke. Welche weiteren Gründe der Schlussstrich zwischen dem Hochdahler Chor und der ebenfalls an der Gala beteiligten Männerchorgemeinschaft Velbert (MCV) hat, verriet der Organisator jedoch nicht. Zur Möglichkeit die Gala auch ohne die Zusammenarbeit mit dem Hochdahler Chor fortzuführen, sagte MCV-Geschäftsführer Hans-Günther Ostholt: „Ein solch großes Konzert können wir nicht allein stemmen“. Der ehemalige Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Heinz Schemken, ist ebenfalls enttäuscht von der Entwicklung – möchte jedoch noch nicht endgültig die Hoffnung in die Operngala aufgeben: „Wir müssen uns zusammensetzen und sehen was vielleicht möglich ist“.

Erlös kommt gleich fünf Projekten zu Gute

Aber es gab auch Positives zu berichten: Fünf Projekte durften sich über Spenden freuen, die aus den Einnahmen des Opernkonzerts im Mai zusammenkamen. „Wir freuen uns, zum ersten Mal auch die Jugendarbeit in Sportvereinen mit den Spenden zu unterstützen“, sagte Operngala-Organisator Karl-Heinz Nacke. Jeweils ein Teil des Erlöses ging an den Nevigeser Turnverein und den ASV Tönisheide. „Das Geld können wir gut dafür verwenden, neue Geräte anzuschaffen“, freute sich Claudia Freund, Geschäftsführerin des NTV. Und auch Clemens Bender, erster Vorsitzender des ASV, weiß bereits, wohin das Geld fließen wird: „Wir nutzen es, um unsere Badmintonabteilung zu unterstützen. Die kann das Geld für den Turnierbetrieb gut gebrauchen.“

Die zweite Hälfte der Einnahmen geht an Unicef

Und auch Pfarrerin Andrea Kupatz nahm zwei Spendenbeträge entgegen. „Damit wollen wir die Jugendarbeit und die kindermusikalische Arbeit des CVJM Dalbecksbaum unterstützen“. Als fünftes lokales Kinderhilfsprojekt bekam der Jugendchor der Musikschule Velbert einen Geldumschlag. Da die Operngala in diesem Jahr mehr als 3000 Euro einbrachte, bekam jedes Velberter Projekt jeweils 350 Euro. Das macht die Hälfte der Einnahmen aus. Die andere Hälfte wird wie immer an Unicef gespendet.

Gemischte Gefühle bei den Beteiligten

„Das wir wieder so viel Geld sammeln konnten ist natürlich erfreulich. Dass es die Veranstaltung nach jetzigem Stand nicht nochmal geben wird, ist natürlich schade“, sagte Horst-Günther Ostholt, Geschäftsführer der Männerchorgemeinschaft Velbert. Gründe für das Aus gebe es mehrere: So habe sich zum einem der Hauptsponsor aus Mettmann – eine Wohnbaugesellschaft, die in der Vergangenheit eine Menge Tickets für das Zwillingsprogramm in Mettmann kaufte – dazu entschlossen, in Zukunft andere Projekte zu unterstützen.

Und auch ein Fehler in der Planung zur Gala in diesem Jahr spielt eine nicht unwesentliche Rolle. So musste trotz bereits angelaufenen Kartenvorverkaufs der Konzerttermin verschoben werden. Dies habe wiederum dafür gesorgt, dass die Besucherzahlen im Vergleich zu letztem Jahr geringer waren. 2018 hatte die Veranstaltung 550 Besucher, in diesem Jahr kamen 400 Personen.

„Das Konzert an sich hätte jedoch nicht besser laufen können. Es war eine tolle Veranstaltung“, stellte Ostholt klar. Dazu trugen wie immer auch große Namen der Opern-Szene bei, die auch den Weg von weit weg zum Benefizkonzert auf sich nahmen. So zum Beispiel Tenor Daniel Kim, der sonst in Korea und im Nationaltheater Weimar auftritt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben