Kunst

Velberter Künstlerpaar zeigt Skulpturen am Zeittunnel

Claus Klingler und Elke Voß-Klingler stellen ihre Skulpturen am Zeittunnel in Wülfrath aus.

Claus Klingler und Elke Voß-Klingler stellen ihre Skulpturen am Zeittunnel in Wülfrath aus.

Foto: Uwe Möller

Velbert/Wülfrath.   Elke Voß-Klingler und Claus Klingler machen ihre Kunstwerke jetzt fit für die neue Saison am Zeittunnel in Wülfrath. Saisonauftakt am Sonntag.

Dass beim Velberter Ehepaar Voß-Klingler Kunst und Leben eng verknüpft sind, sieht man sofort, wenn man die Wohnung betritt. Überall begegnen dem Besucher selbst geschaffene Kunstwerke: in der Form von Malerei, Skulptur und Plastik. Elke Voß-Klingler und Claus Klingler sind schon seit Jahrzehnten künstlerisch aktiv und arbeiteten auch in der Kunstvermittlung. Über viele Jahre entwickelten und leiteten sie das Offene Atelier der bergischen Diakonie. Hier können Menschen mit und ohne Einschränkungen auf verschiedenste Weise kreativ arbeiten.

Aus einer temporären Bildhauerwerkstatt der Kunstvermittler, die 2009 am Zeittunnel in Wülfrath stattfand, entstand die Idee einer ständigen Ausstellung auf dem Gelände des Zeittunnel. „Andrea Gellert, die Leiterin des Zeittunnels war direkt begeistert und so konnten wir 2010 unsere Skulpturen aufstellen“, erklärt Claus Klingler.

Am Kalksteinbruch

Der Anlass lag nahe und direkt im Material der Steinskulpturen begründet: „Der ehemalige Kalksteinbruch als Umfeld für unsere Werke aus Marmor und Sandstein ist sehr schlüssig. Wir bringen den Stein damit praktisch nach Hause zurück.“

Die 24 Skulpturen der beiden Künstler gliedern sich direkt an den historischen Tunnel an. Nach der Darstellung von acht Erdzeitaltern in der Gegenwart angekommen, tritt der Besucher ins Freie und der Blick auf den großen stillgelegten Steinbruch öffnet sich. Direkt am Abhang befindet sich ein schmaler Weg, den die Skulpturen nun seit neun Jahren säumen.

Aus dem Winterschlaf

Nun wurden die Kunstwerke vom Künstlerpaar vom Winterschlaf befreit und für die Eröffnung des Zeittunnels am 14. April gereinigt. „Entlang des Weges ergibt sich ein gewisser thematischer Verlauf der Steinskulpturen: Angefangen mit meinen abstrakten geometrischen Formen findet ein Übergang zum organischen und körperlichen statt“, erklärt Klingler.

Ei n besonderer Ort

So begegnen dem interessierten Besucher verschiedenste Skulpturen von beiden Künstlern mit Themen wie Schwerkraft oder dem menschlichen Körper. Elke Voß-Klinglers Lieblingsarbeit ist eine runde, fast muschelartige Form am Ende des Weges. Direkt daneben gibt der Weg wieder den Blick auf die große Fläche des Steinbruchs frei. „Ein besonderer Ort für unsere Skulpturen“, sagt Voß-Klingler „und wer hat schon seinen eigenen Skulpturenpark?“

>>>ZUKUNFT DES ZEITTUNNELS IST UNGEWISS

  • Die Trägerschaft und damit die Finanzierung des Zeittunnels steht nur noch bis zum Jahr 2020 fest. Andrea Gellert hofft auf weitere Förderung und damit die Weiterführung des einmaligen Projekts.
  • Die Entstehung der Marmorskulpturen ist reine Handarbeit und nimmt viel Kraft und Zeit in Anspruch. Drei Wochen etwa arbeitet Claus Klingler an einer Skulptur.
  • Weitere Informationen zum Künstlerpaar: www.atelier-elke-voss-klingler-claus-klingler-wuelfrath.de und zum Zeittunnel: www.zeittunnel-wuelfrath.de.

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