Stadtentwicklung

Velbert will keine Schottergärten in neuen Wohngebieten

Solche Vorgärten sollen künftig in Velbert nicht mehr angelegt werden, beschloss der Umwelt- und Planungsausschuss.

Solche Vorgärten sollen künftig in Velbert nicht mehr angelegt werden, beschloss der Umwelt- und Planungsausschuss.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Velbert.  Umwelt- und Planungsausschuss beschloss in Velbert, bei neuen Bebauungsplänen ein Verbot zu prüfen. Weitere Maßnahmen sollen ergriffen werden.

In Velbert soll der weiteren Verbreitung von „Schottergärten“ Einhalt geboten werden. Mit großer Mehrheit stimmte der Umwelt- und Planungsausschuss für einen Antrag, der ursprünglich von den Grünen initiiert worden war. Bei der Aufstellung eines Bebauungsplans soll künftig in jedem Einzelfall geprüft werden, ob eine Vorgartenbegrünung vorgeschrieben werden soll. Die Grünen wollten dies allerdings in alle Bebauungspläne geschrieben wissen.

Schottergärten beeinträchtigten sowohl die Artenvielfalt, die Versickerungsfähigkeit als auch das städtische Mikroklima, heißt es in dem Beschluss. Durch fehlende Bepflanzung und der damit verbundenen verringerten Verdunstung entstünden Hitzeinseln. Daher seien begrünte Vorgärten vorzuziehen. Außerdem könne durch die Häufung von Steingärten das Ortsbild verändert werden.

Informationsmaterial über pflegeleichte grüne Gärten

Neben der Einzelfallprüfung für künftige Bebauungspläne wurde beschlossen, Informationsmaterialien für pflegeleichte und ökologische Gartengestaltung erstellen zu lassen. Bauherren und Architekten sollen in Beratungs- und Abstimmungsgesprächen vermehrt auf die Reduzierung des Versiegelungsgrades und die Erhöhung des Grünanteils hingewiesen werden.

Die Ausschuss-Mitglieder waren sich einig, dass man nicht überdrehen dürfe. Manfred Bolz (CDU): „Wir dürfen den Hausbesitzern nicht vorschreiben, welchen Pflanzen sie setzen dürfen.“ Dem Antrag wurde bei einer Enthaltung zugestimmt. „Hier geht es schließlich nicht um Schönheit, sondern um Klimaschutz“, bilanzierte Wolfgang Beckröge (Grüne).

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