Basketball

Till Hornscheidt aus Velbert ist auf dem Sprung zum Profi

Till Hornscheidt im Garten seiner Eltern in Velbert: Hier im Niederbergischen begann die Karriere des Talents. Über Essen führte der Weg nach Berlin.

Till Hornscheidt im Garten seiner Eltern in Velbert: Hier im Niederbergischen begann die Karriere des Talents. Über Essen führte der Weg nach Berlin.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert/Berlin.  Der Velberter Till Hornscheidt will Basketball-Profi werden. Mittlerweile spielt er für die zweite Mannschaft von Alba Berlin.

Der Weg zum Profisportler ist kein leichter. Das weiß auch der 18-jährige Till Hornscheidt, der diesen Traum zielstrebig verfolgt. „Ich möchte es schaffen in der Basketball Bundesliga zu spielen“, sagt der gebürtige Velberter. Einen wichtigen Schritt in die Richtung machte der 1,85 Meter große Nachwuchsbasketballer vor etwas mehr als einem Jahr mit seinem Wechsel zur zweiten Mannschaft des deutschen Topvereins Alba Berlin.

Doch zunächst auf Anfang.

Seine ersten Erfahrungen in der beliebten Ballsportart sammelte das Talent mit sieben Jahren bei der Velberter SG. „Da mein Vater dort als Trainer aktiv war, zog es mich früh dort hin“, erinnert sich Hornscheidt. Dort blieb er bis zum zehnten Lebenjahr, bevor es dann zum ETB Schwarz Weiß Essen ging.

In Essen spielt Till Hornscheidt schon bei den Herren mit

Hier war er bis zum 16. Lebensjahre erfolgreich als Point Guard aktiv und bestritt bereits als Jugendspieler Spiele in der zweiten Bundesliga der Herren. Ein für seine bisher noch junge Karriere folgenreiches Erlebnis stellten die Playoff-Spiele in der Jugend Basketball Bundesliga dar.

Hier kam es zum Aufeinandertreffen mit seinem jetzigen Verein Alba Berlin. „Wir verloren die zwei Spiele zwar, doch die gegnerischen Trainer waren wohl trotzdem von meiner Leistung überzeugt“, so der 18-Jährige. „Sie wussten zudem, dass ich das Ziel hatte in einer höheren Klasse zu spielen“. So dauerte es nicht lang bis er zu einem dreitägigen Probetraining, im Fachjargon auch Tryout genannt, nach Berlin eingeladen wurde.

Dem Ex-Velberter gefällt das hohe Niveau beim Training

Hier durfte er sein ganzes Talent unter Beweis stellen und bekam erste Eindrücke von den Hallen des größten Basketballvereins Deutschlands. In diesen darf er nun seit 2018 als offizieller Spieler der zweiten Mannschaft mehrmals die Woche trainieren. „Das hohe Niveau ist deutlich spürbar“, merkt Hornscheidt an, „das gefällt mir mega gut“.

Einen ersten Dämpfer musste das Nachwuchstalent allerdings bereits in seinem ersten Jahr hinnehmen. Aufgrund eines Kreuzbandrisses musste der junge Point Guard die komplette letzte Saison aussetzen und sich mit stetigem Reha- und Krafttraining zurückkämpfen. „Inzwischen bin ich glücklicherweise komplett kuriert und ich fühle mich fit und bereit für die neue Saison“, sagt er voller Selbstvertrauen.

Training ist an jedem Tag – aber nicht nur in der Halle

Wie viele Einsätze der junge Mann mit der Nummer neun auf dem Rücken in der nächsten Spielzeit absolvieren kann, wird sich zeigen. Bis dahin heißt es weiterhin hart und vor allem viel trainieren. Als Spieler der zweiten Basketball Bundesliga muss Hornscheidt unter der Woche an jedem Abend trainieren.

Hinzu kommen drei Einheiten Individualtraining am morgen und zwei bis drei Krafttrainingseinheiten. Damit das ganze zusammen mit der Schule unter einen Hut zu bekommen ist, besucht Hornscheidt eine Kooperationsschule von Alba Berlin. Hier sind die Unterrichts- an die Trainingszeiten angepasst.

Fachabi und Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann

Aktuell arbeitet der Neuberliner dort an seinem Fachabitur und der Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. „Die Klassen sind sehr klein und bestehen ausschließlich aus Sportlern. Der Unterricht ist perfekt auf uns abgestimmt und es ist auch nicht so schlimm, wenn man aufgrund eines Spiels nicht anwesend ist“, freut sich Hornscheidt über die neuen Vorzüge.

Einen guten Wurf hat er auch bezüglich seiner neuen Wohnsituation gelandet. Sein neuer Verein bringt ihn nämlich gemeinsam mit zwei seiner Teamkollegen in einer gemeinsamen Wohnung in Berlin-Mitte unter. Über das Leben in Berlin sagt Hornscheidt: „Von Velbert nach Berlin zu ziehen ist auf jeden Fall eine Veränderung. Allerdings habe ich mich hier eingelebt und mir gefällt das Großstadtleben sehr.“

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