Frauen

Netzwerktreffen begeistert Businessfrauen in Velbert

In der Feuerwachen trafen sich die Frauen zur Gründung ihres Netzwerkes. Im Bild Stephanie Rulf von der Wirtschaftsförderung der Stadt und Sabine Reucher (re.), Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Velbert.

In der Feuerwachen trafen sich die Frauen zur Gründung ihres Netzwerkes. Im Bild Stephanie Rulf von der Wirtschaftsförderung der Stadt und Sabine Reucher (re.), Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Velbert.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.  Weit über 60 erfolgreiche Velberterinnen aus unterschiedlichen Branchen kamen zur Auftaktveranstaltung des Businessnetzwerks für Frauen.

Wenn viele Frauen zusammentreffen, passiert naturgemäß eins: es wird geschnabbelt „was das Zeug hält“. So auch beim allerersten Treffen der Velberter Businessfrauen, die künftig gemeinsam ein Netzwerk auf die Beine stellen wollen.

Weil die Beteiligten, allen voran die Organisatorinnen der Auftaktveranstaltung, Sabine Reucher (Gleichstellungsbeauftragte) und Stephanie Rulf (Wirtschaftsförderung), bislang nur wenig Knowhow über den Aufbau eines solch organisierten Systems haben, gibt es erst einmal Starthilfe von Business Coach Tanja Herrmann-Hurtzig. Trotz einiger technischer Schwierigkeiten mit dem Mikrofon und erkältungsbedingt leicht heiserer Stimme schafft es die Expertin in einem rund einstündigen Vortrag die wichtigsten Fragen zu klären: Was ist ein Netzwerk, wofür brauche ich es, was bringt mir das?

„Neue Kunden gewinnen und Kontakte knüpfen“

„Männer“, so weiß die Langenfelderin, „vernetzen sich schon viel länger und nutzen ganz selbstverständlich ihre Kontakte für berufliches Weiterkommen, man könnte auch Seilschaften oder Kölsche Klüngel dazu sagen. Wir Frauen dagegen denken nach wie vor zu oft, es sei nicht in Ordnung über Beziehungen Karriere zu machen.“ Das berufliche Vorankommen sei aber nur einer der Gründe, warum ein Businessnetzwerk sinnvoll sei.

„Man kann dort neue Kunden gewinnen, Erfahrungen austauschen, das bedeutet: Informationen einholen, aber auch eigenes Wissen weitergeben. Wieviel jeder sich persönlich einbringen möchte und vor allem in welcher Funktion, das sollte allerdings im Vorfeld besprochen sein, denn Strukturen und Regeln sind in einem gut funktionierenden Netzwerk nicht zu unterschätzen“, weiß die Fachfrau auch aus vielfacher persönlicher Erfahrung.

Breite Vielfalt an Berufen

Wieviel Potential tatsächlich ein Businessnetzwerk für und von Velberter Karrierefrauen beinhaltet, zeigt sich in der anschließenden Vorstellungsrunde der Teilnehmerinnen: Apothekerinnen sind darunter, Marketingfachfrauen, Künstlerinnen, Rechtsanwältinnen, Unternehmensberaterinnen, Ärztinnen unterschiedlicher Fachbereiche. Dazu kommen unzählige Expertinnen exotischerer Bereiche: da ist die Regisseurin, spezialisiert auf inklusive Theaterprojekte und Körpersprachentrainerin, die Leiterin einer Beratungsstelle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, die externe Datenschutzbeauftragte, die Kommunikationsdesignerin, die Inhaberin eines Vertriebes von veganer Kosmetik.

Treffen mit inhaltlichen Schwerpunkten

„Das ist ja unglaublich, wer so alles was hier in unserer Stadt anbietet“, staunt eine der Teilnehmerinnen laut, stellvertretend für alle anderen. „das alles miteinander zu vernetzen, kann ja nur absolut konstruktiv sein.“ Letztlich ist eins ganz klar: ein Netzwerk baut sich langsam und kontinuierlich auf, Folgetreffen müssen regelmäßig stattfinden und vorab inhaltlich geplant werden. „Ich bitte Sie an den vorbereiteten Pinnwänden zum einen, Vorträge und Referate zu ihren Themen mit denen Sie sich einbringen könnten, anzubieten, zum anderen mit roten Klebepunkten die Vorschlägen der anderen zu markieren“, bittet die Gleichstellungsbeauftragte die anwesenden Frauen zum Abschluss des offiziellen Veranstaltungsteils, „ so können wir auswerten, wie wir weiter vorgehen.“

Zeit für den regen Austausch

Dann endlich ist Zeit für den regen Austausch untereinander – bei exquisiten Canapés die die anwesende Inhaberin eines Cateringunternehmens beigesteuert hat. Es wird gequatscht, gelacht, Visitenkarten und Telefonnummern werden ausgetauscht. „Was für ein konstruktiver und fröhlicher Netzwerkstart“, schwärmt Nina Lehmann. Die junge Immobilienmaklerin hat sich vor zwei Wochen selbstständig gemacht. „Ich hoffe, dass ich so Kontakte zu anderen Maklern finden und von den erfahrenen Frauen viel lernen kann.“

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