Schloss- und Beschlägemuseum

Museum verabschiedet sich mit großem Fest in die Umzugszeit

Beim Museumsfest zeigte Olaf Fabian-Knöpges Schmiedevorführungen – und zog das Publikum in seinen Bann.

Beim Museumsfest zeigte Olaf Fabian-Knöpges Schmiedevorführungen – und zog das Publikum in seinen Bann.

Foto: Ulrich Bangert

Velbert-Mitte.  Das Schloss- und Beschlägemuseum in Velbert richtete am Samstag ein großes Fest mit viel Programm aus. Nun steht ein neues, wichtiges Projekt an.

Mit einem großen Fest hat sich am Samstag das Schloss- und Beschlägemuseum in die Umzugszeit verabschiedet. So konnten die Besucher beispielsweise jede Menge Informationen zum Umzug erhalten, bei Aktionen mitmachen oder ein letztes Mal an einer Führung durch die Dauerausstellung teilnehmen.

Noch scheint das Museum unverändert

Noch scheint das Schloss- und Beschlägemuseum im Forum Niederberg allerdings vollkommen unverändert, doch tatsächlich werden im Hintergrund bereits viele Fäden gezogen. „Einige wurden tatsächlich schon gefragt, ob wir dann für ein Jahr Pause hätten“, lacht Museumsleiter Ulrich Morgenroth – aber jetzt gehe der Stress eigentlich erst richtig los, denn es müssten Ausstellungsstücke überprüft, Texte geschrieben und Videos gedreht werden.

Und Morgenroth gibt auch gleich ein Bekenntnis zum Standort ab: „Velbert ist einfach der ideale Ort für ein solches Museum.“ Das führt er vor allem auf das einzigartige Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurück: So herrsche einerseits eine lange Tradition in der Produktion von Schlössern, andererseits gebe es noch heute viele mittelständische Firmen dieser Branche vor Ort. Darum sei ein eigenes Museumsgebäude auf allen Ebenen wünschenswert.

Vorführungen führen in die Welt der Schmiedekunst ein

Wer sich ein wenig ausführlicher mit der Geschichte der Schlossschmiede beschäftigen möchte, ist bei Olaf Fabian-Knöpges genau richtig. Er hat an der frischen Luft vor dem Museum seine Schmiede aufgebaut und erklärt Jung und Alt die verschiedenen Bestandteile. Dabei scheut er nicht davor zurück, weit auszuholen und in der Steinzeit zu beginnen.

Nicht ganz so weit in die Vergangenheit taucht Ulrich Morgenroth ein: „Wenn heute einmal ein Großvater seinem Enkel das Museum zeigen will, dann kann er das gar nicht so einfach.“ Der Grund dafür: „Es ist eben kein eigenes Gebäude, sondern sehr versteckt und von außen nicht zu erkennen.“ Das soll sich aber nun mit dem Neubau ändern. Während das alte Museum Morgenroth zufolge „nicht mehr zeitgemäß“ ist, so lockt das neue mit vielen Extras.

Ein Escape-Room soll auf jeden Fall kommen

Um das Interesse der Velberter an den verschiedenen Aktionen herauszufinden, wirft Lea Ternau dafür immer wieder einen Blick auf ein „Schlüsselbrett“. Dort können die Besucher des Fests ihre Meinung zu Stadtführungen, Gießereiworkshops oder Programmen für Kinder abgeben. Besonders viele Schlüssel sind schon gelandet bei dem Feld für einen Escape-Room – dort müssen Besucher Rätsel lösen, bevor sie den geschlossenen Raum verlassen dürfen. Und „Der Escape-Room ist ohnehin schon fest miteingeplant“, weiß Ternau, die bereits mit einer sehr guten Bilanz gerechnet hat.

Wie das neue Museum dann tatsächlich aussehen wird, verraten bisher nur einige Pläne und Skizzen an der Wand. Die Eröffnung selbst ist für das zweite Halbjahr des kommenden Jahres geplant. Doch Morgenroth nimmt die Herausforderung sportlich: „Wir haben großen Respekt vor dem Projekt, aber keine Angst.“

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