Kultur

Griechische Mythologie auf der Langenberger Bürgerhaus-Bühne

Nils Findling (Marketing, v.l.), die Schauspieler Nicolay Weller und Diana Margolina, Regisseurin Martina Mann und Kostümbildnerin Ulrike Altegoer stellen das Stück „Haimon und Antigone“ vor.

Nils Findling (Marketing, v.l.), die Schauspieler Nicolay Weller und Diana Margolina, Regisseurin Martina Mann und Kostümbildnerin Ulrike Altegoer stellen das Stück „Haimon und Antigone“ vor.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Im Historischen Bürgerhaus Langenberg inszeniert Regisseurin Martina Mann „Haimon und Antigone“ des Nevigeser Autors Johannes Demmer.

Das Theaterstück „Haimon und Antigone – der Traum vom Menschsein“ lockt am 22. und 23. Juni ins Bürgerhaus. Die Projekte, die Regisseurin Martina Mann anpackt, haben immer einen besonderen Aspekt – sei es der Ort der Aufführung, wie beim Theater „Kunst“ 2017 im Stillen Park, oder die Verknüpfung von Kunstgeschichte, Schauspiel und Inklusion wie beim Stück um Frida Kahlo „Viva la Vida“, 2018 im Bürgerhaus.

Das Stück ist vom Autor selbst begleitet und finanziert

Auch diesen Monat ist die Bühne im großen Saal des Bürgerhauses Austragungsort eines Theaters mit außergewöhnlichen Elementen: Gemeinsam mit acht Schauspielern erweckt Mann „Haimon und Antigone“ vom Nevigeser Autor Dr. Johannes Demmer zum Leben. „Das ein Stück vom Autor selbst begleitet, finanziert und dann in dessen Heimat aufgeführt wird, ist schon etwas herausragendes“, freut sich Mann über Demmers Engagement.

Die Geschichte der Kinder des Poseidon

In „Haimon und Antigone“ geht es um die Geschichte rund um die Kinder des Poseidon und die Zeit nach dem Bruderkrieg seiner Söhne um die Erbfolge. Die liebende Schwester Antigone möchte den in Ungnade gefallenen toten Bruder bestatten und bekommt dabei zwar Unterstützung von ihrem Verlobten, Herrschersohn Haimon, muss aber auch Widerständen begegnen.

Nur 21 Tage für die Probe

„Dass das Stück nach ungewöhnlich kurzer Probezeit – nur 21 Probetagen, verteilt über sechs Wochen, überhaupt auf die Bühne kommt, liegt an der Professionalität des Ensembles“, sagt Martina Mann. Acht Schauspieler, meist aus Köln, fanden sich über diese Zeit in der Emanuel-Kirche Wuppertal zum Proben zusammen.

Wichtig ist es dem Ensemble, den Kerngedanken der Neufassung Demmers herauszuarbeiten: Den Anspruch des Menschen an sich selbst, als Individuum und nach eigenen Gesetzlichkeiten zu handeln.

Die Kostümbildnerin ist eng eingebunden

Ganz eng in den Prozess der Vorbereitung eingebunden ist auch Kostümbildnerin Ulrike Altegoer, die zum ersten Mal mit Martina Mann zusammen arbeitet: „Es ist total schön, dass wir die gleiche Sprache sprechen und ähnliche Vorstellungen haben“, freut sie sich über die Kollaboration. „Mein Anspruch ist es, die Intention der Regisseurin und die Identifikation der Schauspieler mit ihrer Rolle ästhetisch ansprechend in meinen Entwürfe umzusetzen“, sagt sie und zeigt einen aufwendig gestalteten Mantel, in den Schauspieler Nicolay Weller probeweise schlüpft.

„Die Handlung ist auch heute noch aktuell“

Darstellerin Diana Margolina darf dafür den fragilen, aber eindrucksvollen Kopfschmuck aufprobieren. Die Kostüme erinnern an vergangene Epochen, sind zugleich aber zeitlos. Genau so will Mann auch das Theaterstück verorten: „Die Handlung kommt aus der griechischen Mythologie, ist aber heute noch ganz aktuell und wird dies auch in der Zukunft bleiben. Themen wie Generationenkonflikte und sowieso – die Liebe – sind einfach zeitlos.“

Videosequenzen bereichern das Stück

Modern und ganz dem Zeitgeist entsprechend werden im Stück Videosequenzen eingespielt, die die Handlung kurzzeitig in die Langenberger Altstadt versetzten. Dies und noch viel mehr gibt es für Jugendliche und Erwachsene bei beiden Aufführungen zu entdecken.

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