Achtsamkeitskurse

Eine kleine Pause nehmen vom stressigen Alltag

Die Herausforderungen des Leben aus neuen Blickwinkeln zu betrachten, das ist eines der Ziele des Achtsamkeitsprogrammes.

Die Herausforderungen des Leben aus neuen Blickwinkeln zu betrachten, das ist eines der Ziele des Achtsamkeitsprogrammes.

Foto: Peopleimages / Getty Images

Langenberg.  Langenberger Heilpraktikerin bietet Achtsamkeitskurse an. Es soll den Teilnehmern helfen, bewusster und freundlicher mit sich selbst umzugehen.

Sechs Frauen und ein Mann sitzen im Kreis im schönen Kursraum der Praxis von Iris Eichholz und wollen diesen Samstagvormittag eine Pause vom Alltag nehmen. Eichholz ist Hebamme und Heilpraktikerin und bietet seit dem Frühjahr diesen Jahres Achtsamkeitskurse an.

„Die genaue Bezeichnung für das Programm ist MBSR, das für Mindfulness Based Stress Reduction steht und Stressbewältigung durch Achtsamkeit bedeutet“, erklärt die Heilpraktikerin. Achtsamkeit ist ein Begriff, der seit einigen Jahren in Mode ist und in den verschiedensten Zusammenhängen auftaucht. Was aber bedeutet Achtsamkeit für Iris Eichholz? „Es geht darum, im eigenen Leben anzukommen. Jetzt.“ Achtsam den Alltag zu gestalten kann heißen, sich einzelner Tätigkeiten einfach bewusst zu werden und diesen aufmerksam nachzugehen. Dabei kann ein Achtsamkeitstraining unterstützen, bewusster und freundlicher mit sich selbst umzugehen.

Auf den Wellen des Lebens reiten

Eichholz beschreibt: „Durch regelmäßiges Üben von Achtsamkeit lernt man, sich selbst und seine momentanen Lebensumstände so zu sehen, wie sie jetzt gerade sind.“ Gerade in anstrengenden Zeiten und Lebensphasen voller Veränderung kann achtsames Leben und Handeln in der Bewältigung des Alltags helfen: „Es lassen sich so Herausforderungen des Lebens aus neuen Blickwinkeln betrachten und sich neue, jetzt noch ungeahnte Möglichkeiten der Gestaltung auch in schwierigen Lebensphasen erschließen“, sagt Eichholz und fügt dazu eines ihrer liebsten Zitate von Jon Kabat-Zinn an: „Wir können die Wellen des Lebens nicht aufhalten, aber wir können lernen, auf ihnen zu reiten.“

Sich an Gelerntes wieder erinnern

Doch zurück zum offenen Samstags-Kurs, dem Achtsamkeitslabor der etwa vierteljährlich stattfindet: Heute sind sowohl geübte Teilnehmer da, die bereits an Kursen teilgenommen haben, als auch neue Gesichter. Susanne hat bereits das achtwöchige Programm besucht und freut sich über die Auffrischung der Übungen: „Heute drei Stunden lang in der Gemeinschaft Übungen zu machen, hilft mir mich wieder an schon Gelerntes zu erinnern. Ich hoffe viel davon wieder mit in den Alltag nehmen zu können.“

Das eigene Lebenstempo finden

An diesem Vormittag geht es um das eigene Lebenstempo, das die Teilnehmer etwa durch bewusstes Gehen finden können. In jedem Schritt bei sich anzukommen – egal in welcher Geschwindigkeit, ist die Aufgabe. In einer weiteren meditativen Sitzübung geht es darum, sich auf den eigenen Atem zu konzentrieren. „Jeder Atemzug ist anders, jeder Atemzug ist neu“, gibt Iris Eichholz dabei als Anregung in die Runde. Und nach dem gemeinsamen Austausch zum Abschluss wird deutlich: So wie es keinen gebrauchten Atemzug gibt, gibt es auch keinen gebrauchten Moment. Jeder Augenblick ist neu und hält großes Potenzial für das eigene Leben bereit.

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