Kultur

Biennale lockt Theaterfreunde ins Neanderland

In einem Bus geht es quer durch Velbert, dabei wird das Stück „Longjohn“ aufgeführt.

In einem Bus geht es quer durch Velbert, dabei wird das Stück „Longjohn“ aufgeführt.

Foto: Neanderland

Kreis Mettmann.   Das Festival beginnt Ende Juni und soll in diesem Jahr auch erstmals mithilfe von „Gemeinsam ins Theater“ Kulturinteressierte zusammenbringen.

Die Neanderland-Biennale, das große Theaterfestival im Kreis Mettmann, startet am 29. Juni. Das Festivalmotto lautet diesmal „Theater10“: Denn alle zehn Städte des Kreises sind dabei; zehn Theater ganz unterschiedlichen Formats wurden ausgewählt und versprechen bis zum 14. Juli mit insgesamt 40 Veranstaltungen viele verschiedene Eindrücke.

Noch laufen die Proben auf Hochtouren. Das Programm aber steht bereits, und das stellten Landrat Thomas Hendele, Projektleiterin Meike Utke, Theaterpädagogin Julia-Huda Nahas sowie Kulturverantwortliche aus den kreisangehörigen Städten am Dienstag in Mettmann gemeinsam vor.

Wie immer bei der Biennale wird der Großteil der Stücke unter freiem Himmel präsentiert. Und wie immer verbinden sich bei dem Theaterfestival Inszenierungen mit Unterhaltung. Die auftretenden Ensembles kommen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, doch auch Akteure aus der Amateurszene im Neanderland sind eingebunden.

Auftakt am 29. Juni

Eröffnet wird die Biennale wieder mit dem Bürgerdinner - diesmal in Erkrath: Essen und Getränke bringen die Besucher selbst mit, dazu gibt es verschiedenartige Unterhaltung. Das erste Mal richtiges Theater gibt es dann einen Tag später. Hier führt ein Kölner Ensemble am Wülfrather Kirchplatz den Klassiker Heidi auf. In den kommenden Tagen werden dann immer wieder verschiedene bekannte Stücke dargeboten. Auch Velbert ist am 7. Juli Austragungsort der Biennale. „Longjohn auf der Flucht“ ist ein mobiles Playback – Theater.

In Kooperation mit der Musik- und Kunstschule Velbert lädt die Kölner Theatergruppe zu einem Western-Abenteuer der besonderen Art ein. Hier verwandelt sich ein Bus in ein fahrendes Theater und entführt die Fahrgäste in eine cineastische Western-Szenerie: Da wird ein Fahrradcorso zur Büffelherde und am Wegesrand sind vielleicht sogar Rauchzeichen zu erkennen. Dabei nutzen die Darsteller Original-Dialoge aus bekannten Westernfilmen.

Kultur gemeinsam erfahren

Die Theaterinszenierungen laden Menschen ein, die gerne ins Theater gehen und Theater einmal neu erleben möchten. Aber auch wer mit dem Thema bisher wenig Berührung hatte oder zwar gerne, aber nicht allein ins Theater gehen möchte, soll mithilfe der Biennale angesprochen werden. Neu bei der diesjährigen Edition ist nämlich die Aktion „Gemeinsam ins Theater“. Dabei registrieren sich Interessierte online oder telefonisch für die jeweilige Veranstaltung und sind damit zum zwanglosen Kennenlernen der anderen Aktionsteilnehmer eingeladen. Anschließend genießen sie in Gemeinschaft die Aufführung und tauschen sich am Ende in lockerem Rahmen über das Erlebte aus. So soll die Biennale nicht nur Theater-Erlebnis, sondern auch Raum für neue Kontakte bieten.

>>>DAS PROGRAMM DER BIENNALE

  • Das gesamte Biennale-Programm findet sich auf www.neanderland-biennale.de. Dort gibt es auch Karten für die wenigen kostenpflichtigen Darbietungen. Für die meisten Veranstaltungen wird allerdings kein fester Eintrittspreis erhoben.
  • Das gedruckte Programmheft wird in Kürze an zahlreichen Stellen in der Region ausliegen; auf Wunsch ( (02104) 991190 oder Mail an kulturamt@kreis-mettmann.de) kommt das Programm auch per Post.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben