Elektroschrott

Alte und defekte Elektrogeräte dürfen nicht mehr in Hausmüll

Steckdosen sind so genannte Passivprodukte und gehören deshalb seit 1. Mai nicht mehr in den Hausmüll. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin.

Steckdosen sind so genannte Passivprodukte und gehören deshalb seit 1. Mai nicht mehr in den Hausmüll. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin.

Foto: Oliver Berg/dpa

Langenberg.  Passive Elektrogeräte sollen ab sofort nicht mehr über den Hausmüll entsorgt werden. Damit soll die Wiederverwertung gesteigert werden.

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„Ausgediente oder defekte Passivprodukte fallen unter das Elektrogeräte-Gesetz und sind bei den Sammelstellen der Stadt oder Gemeinde oder bei großen Elektrohändlern abzugeben. Der Rücknahmeservice ist kostenlos“, erläutert die Verbraucherzentrale NRW.

Passivprodukte sind Antennen, Audiokabel, Mehrfachsteckdosen oder Lichtschalter – Geräte, die den Strom lediglich durchleiten. Sie müssen seit dem 1. Mai als Elektroschrott gesondert entsorgt werden. Von der neuen Regelung sind nur fertige passive Geräte, nicht aber Bauteile wie Kabel als Meterware betroffen. Fürs sachgerechte Identifizieren und Ausmustern von Adaptern, Buchsen und Co. geben die Umweltschützer der Verbraucherzentrale NRW nützliche Hinweise.

Kabel als Meterware fallen nicht unter die Regelung

Zu den passiven Geräten zählen alle Arten von Antennen und Adaptern, konfektionierte Kabel wie Audiokabel, Kabeltrommeln, USB-Kabel, Verlängerungskabel, Buchsen und Stecker wie Mehrfachsteckdosen, Steckdosen, Hutschienen, Telefonbuchsen, Telefon- und Netzwerkdosen, Lichtschalter, Not-Aus-Schalter und Schmelzsicherungen.

Hierunter fallen gebrauchsfähige Endgeräte, die für den Betrieb mit Wechselspannung von höchstens 1000 Volt oder Gleichspannung bis zu 1500 Volt produziert wurden. Reine Bauteile, die erst noch in ein Gerät eingebaut werden müssen, sind von der neuen Entsorgungsregel ausgenommen. Dazu zählen etwa Kabel als Meterware, Kabelzubehör wie Lüster- oder Dosenklemmen, Lampenfassungen, aber auch Schalter, Taster, Steckdosen und Stecker zum Einbau in ein Gerät.

Symbol auf der Verpackung beachten

Verbraucher erkennen die Artikel, die nicht mehr in den Hausmüll wandern und speziell entsorgt werden müssen an dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne auf dem Produkt oder der Verpackung. Auf den passiven Geräten, die neu in den Handel kommen, muss diese Kennzeichnung vorhanden sein. Aber auch nicht-gekennzeichnete Elektro-Oldies sollen ab jetzt zur Elektroaltgeräte-Sammlung.

Ein Grund, weshalb die neue Regelung ökologisch Sinn macht: Bislang hinkt Deutschland bei den europäischen Rückgabequoten hinterher. Zwei Drittel der in Verkehr gebrachten Elektrogeräte sollen ab 2019 eingesammelt und verwertet werden. Derzeit werden erst knapp 45 Prozent an Elektroschrott in Kommunen und im Handel gesammelt. Dabei ist die Rückgabe im Handel oder bei kommunalen Sammelstellen kostenlos.

Weitere Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale.nrw/elektroschrott.

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