Feuerwehr

Wehr bekämpft in Westenfeld Brand und Überflutung

Gegen 10.30 Uhr waren bereits über 200 Säcke zum Schutz der Gebäude platziert – und die Lage entspannte sich langsam..

Foto: Feuerwehr Sundern

Gegen 10.30 Uhr waren bereits über 200 Säcke zum Schutz der Gebäude platziert – und die Lage entspannte sich langsam.. Foto: Feuerwehr Sundern

Westenfeld.   Gleich gegen mehrere Elemente musste Sunderns Feuerwehr ab dem frühen Mittwochmorgen in Westenfeld ankämpfen – mit Erfolg.

Gleich gegen mehrere Elemente musste Sunderns Feuerwehr ab dem frühen Mittwochmorgen ankämpfen: In Westenfeld galt es, einen Brand auf dem Grundstück eines landwirtschaftlichen Betriebes zu löschen – und parallel etliche Keller in einem benachbarten Wohngebiet vor dem Volllaufen mit Linnepe-Wasser zu schützen...

„Burglind“ als Auslöser

Auslöser dieses Unwetter-Szenarios war Sturmtief „Burglind“ – jetzt aber alles der Reihe nach:

Gegen 6.30 Uhr wurde die Löschgruppe Westenfeld zu dem Gehöft „Unter der Hardt“ gerufen. Eine vom Sturm abgerissene Stromleitung hatte auf dem Grundstück gelagerte Strohballen in Brand gesetzt. Gleichzeitig sorgte ein in die unmittelbar neben dem Hof fließende Linnepe gestürzter Baum für Überflutungen. Auf der Leitung „war noch Saft“, so dass für die Feuerwehrleute – und zwei im angrenzenden Stall untergebrachte Pferde – akute ­Gefahr ­bestand. Glücklicherweise gelang es der Westnetz AG, den Strom zeitnah abzustellen.

Brand schnell gelöscht

„Der Entstehungsbrand der Strohballen war danach kein großes Problem mehr – und schnell gelöscht“, berichtet Sunderns Feuerwehrchef Frank Siedhoff. Doch die Fluten der ­Linnepe hatten inzwischen für gut einen halben Meter Hochwasser auf dem Hofgrundstück gesorgt – und das Wasser suchte sich einen Weg in Richtung SuS-Sportplatz:

„Im Schlink“ drohten die Keller von vier Wohnhäusern voll zu laufen – schnelles Handeln war gefragt. Die Feuerwehrleute – inzwischen waren etwa 80 Einsatzkräfte mit einem Dutzend Fahrzeugen vor Ort – begannen unverzüglich mit dem Befüllen von Sandsäcken. Gegen 10.30 Uhr waren bereits über 200 Säcke zum Schutz der Gebäude platziert – und die Lage entspannte sich langsam. Auch, weil inzwischen zwei herangeschaffte Bagger damit begonnen hatten, das Bett der Linnepe vom Baum zu befreien und aufgestauten Schlamm weg schaufelten.

Baggereinsatz wirkt

„Der Baggereinsatz wirkt“, stellte Einsatzleiter Siedhoff gegen 11 Uhr erleichtert fest. Bis zum frühen Nachmittag hatten die Blauröcke die Lage dann nachhaltig in den Griff bekommen. Verletzt wurde niemand, auch die Pferde aus dem Stall auf dem Gehöft kamen mit dem Schrecken davon. Die Höhe des Sachschadens lässt sich noch nicht bestimmen. Im Vergleich zu diesem gefährlichen Szenario waren die etwa zehn umgestürzten Bäume, welche im Laufe des Morgens von der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet beseitigt werden mussten, schon fast Routine... Die Unwetterwarnung sorgt noch den Rest des Tages dafür, dass die Einsatzkräfte – teils voralarmiert – stets damit rechnen müssen, erneut auszurücken.

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