Bildung

Sunderns Schulamt wartet auf Tablet-Lieferung

So wie hier in Hamburg soll es bald auch in Sunderns Schulen im digitalen Unterricht zugehen.

So wie hier in Hamburg soll es bald auch in Sunderns Schulen im digitalen Unterricht zugehen.

Foto: Jonas Klüter / dpa

Sundern.  569 - Das ist die Zahl der im Sunderner Schulamt erwarteten Tablets für Lehrer und Schüler. Sobald sie da sind, werden sie verteilt.

Ferienzeit ist keine Ruhezeit bei der Schulverwaltung. Das betont der Leiter des Fachbereichs Bildung, Jugend und Familie Martin Hustadt zu den laufenden Herbstferien. Denn in diesen Tagen wird die Lieferung von Tablets für die Schulen in Sundern erwartet.

Die Stadt Sundern habe an beiden Sofortprogrammen des Landes zur Digitalisierung des Unterrichts teilgenommen, berichtet Martin Hustadt. Dabei ging es um die Anschaffung von Schüler- und Lehrer-Endgeräten, sprich Tablets. „In der Folge wurde die Anschaffung von insgesamt 569 I-Pads in Auftrag gegeben“, sagt Hustadt über die Größenordnung, die nun an den Sunderner Schule zu verteilen sein werde. Die Großlieferung teilt sich mit 359 Geräten für Lehrer und 210 für bedürftige Schüler auf. „Als bedürftig gilt bei uns der Schüler, der Zuhause nicht auf ein Endgerät zurückgreifen kann“, berichtet Martin Hustadt über die Regeln.

Geräte einpflegen

Mit dem Ankommen der Tablets ist es natürlich nicht getan: Die Geräte müssen in den Schulen in die große Zahl der Mobilen Endgeräte eingepflegt werden. Das sei ein erheblicher Aufwand, bei dem Lehrerinnen und Lehrer helfen. „In den Sommerferien haben wir eine erhebliche Unterstützung durch Dr. Christian Wahle, den stellvertretenden Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, erhalten“, sagt Hustadt. Der Informatiker habe vor allem bei den technisch-pädagogischen Konzepten geholfen. Diese waren eine der Voraussetzung, an den beiden Programmen des Landes teilzunehmen zu können.

Eine weitere Anschaffung sind die digitalen Tafeln, sogenannte White Boards: „In einem ersten Schritt soll bis nach den Weihnachtsferien jede Schule in Sundern ein White Board erhalten haben“, informiert Martin Hustaft.

Drei Säulen

Das technisch-pädagogische Konzepte fuße dann auf drei Säulen: Alle Schulen sind angebunden an ein

leistungsstarkes Netz. In den Schulen selbst will man durch die notwendige Verkabelung und die WLAN-Verstärkung wegen der zum Teil dicken Mauern erreichen, dass so viele Geräte wie möglich ins Netz gehen können. Und drittens so viele Endgeräte wie möglich zu haben, sowohl für Schüler wie Lehrer. Das wolle man über kaufen oder mieten oder über Smartphones erreichen. Die Förderung des Landes sieht als Maximum pro Schule einen Betrag von 25.000 Euro vor: „Allerdings dürfen von diesen Beträgen keine Smartphones angeschafft werden“, grenzt Hustadt ein.

Zur Zeit würden auch in den Schulen die Voraussetzungen für den Betrieb geprüft, auch ob die Verkabelung und die Verstärkung der Signale ausreichend sei.

Medienkonzept muss folgen

Die Digitalisierung sei aber damit nicht abgeschlossen, sondern danach folge das Aufstellen eines Medienkonzeptes. Dahinter stände immer die Frage, wie man das Ganze nun im Unterricht anwenden könne und wolle. Vor allem in den Grundschulen stelle sich die Frage, wie die Geräte sinnvoll in den Unterricht einbezogen werden sollten. Die engagierten Leistungen der Allendorfer Grundschule-Lehrerinnen, die sich schon vor mehreren Jahren als Modellschule auf den Weg gemacht hätten, seien nun wertvolle Hilfe für die anderen Schulen. Auch die Freie Schule am See, die zum Teil mit anderer Technik arbeiten wird, greift aber auch auf dieses schon vorhandene Expertenwissen in Allendorf zurück, wie Verwaltungsleiterin Jaqueline Bila unserer Zeitung erklärte.

Benotung von Homeschooling

Weitere Fragen, die nun geklärt werden müssen, seien etwa die Benotung es Homeschoolings, so Martin Hustadt. Und natürlich müssten auch die Lehrkräfte in der Nutzung und Umsetzung der digitalen Endgeräte geschult werden.

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