Politik

CDU will Langscheider Klinik von der Tagesordnung nehmen

Neurologische Klinik Sorpesee soll erweitert werden, die Pläne stoßen auf Widerstand bei den Anliegern.

Neurologische Klinik Sorpesee soll erweitert werden, die Pläne stoßen auf Widerstand bei den Anliegern.

Foto: Matthias Schäfer / WP Sundern

Langscheid.  Seit über einem Jahr ringen Klinikleitung in Langscheid und Politik um die beste Lösung bei der Erweiterung der Neurologischen Klinik.

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Augenmaß fordert die CDU Sundern im Vorfeld der Sitzungs des Stadtplanungs-Ausschusses am heutigen Abend. Die Pläne zur Erweiterung der Neurologischen Klinik Sorpesee in Langscheid würden aktuell kontrovers und teils emotional diskutier, heißt es in einer Pressemitteilung.

In zahlreichen Ortsterminen mit politischen Vertretern und Anwohnern seien die Pläne des Klinikbetreibers ausgiebig im politischen Raum erörtert worden, findet die CDU. Im Ergebnis hatte der Fachausschuss für Stadtentwicklung,Umwelt und Infrastruktur vier Wochen den eindeutigen Beschluss gefasst, dass eine Erweiterung der Klinik zwar wünschenswert sei, jedoch in einem verträglichen städtebaulichen Rahmen. Für den Betreiber bedeutet dies konkret, dass sein geplanter Baukörper in der Höhe verringert werden und um ca. 10 bis 15 Meter in Richtung Westen (zur Lindenstraße) hin verschoben werden müsste.

Dieser Forderung erteilte der Betreiber nur wenige Wochen nach der Beschlussfassung eine Absage. Stattdessen solle sich der Fachausschuss in dieser Woche erneut mit den bisherigen Plänen des Klinikbetreibers auseinandersetzen und ein entsprechendes Planverfahren eröffnen.

CDU vermisst Kompromissbereitschaft

„Wir sehen hier aktuell keine ernstzunehmende Kompromissbereitschaft des Betreibersund werden deshalb eine Absetzung des Tagesordnungspunktes beantragen“, erklären CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Lange und Langscheids Ortsvorsteher Michael Pellmann. „Eine Befassung mit dem Thema oder gar ein Einstieg in ein Planverfahren kann erst erfolgen, wenn uns Pläne vorgelegt werden, die sich in dem vom Ausschussfestgesetzten Rahmen realisieren lassen“.

Michael Pellmann fügt hinzu: „Sowohl die Höhe als auch die Position des geplanten Baukörpers bedeuten einen massiven Einschnitt für das Ortsbild und die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Klinik muss sich auch künftig in das Ortsbild von Langscheid einpassen, deshalb möchte auch ich unter diesen Voraussetzungen nicht in eine frühzeitige Beteiligung einsteigen“, so Pellmann weiter.

Ortsvorsteher und CDU dennoch für Klinik

„Die Tür steht auch dann immer noch sperrangelweit offen, wenn wir nicht in dieses Planverfahren einsteigen“, sagt das Langscheider CDU-Ratsmitglied Heinz-Gerd Pötter. „Wir möchten eine verträgliche Planung, die sich Langscheid anpasst. Am Ende wird es ganz sicher einen Kompromiss geben, den alle mittragen können“.

Auch ist die CDU-Fraktion dankbar, dass es bereits eine so dezidierte Planung des Gebäudekörpers gebe, hießt es in der Pressemitteilung. Die Planung habe allerdings auch klargemacht, dass es in der Größe und an der Stelle nicht funktionieren wird. „Wir gehen davon aus, dass der Klinikbetreiber noch einmal sein Gesamtkonzept anpasst und damit einen Einstieg in ein Planverfahrenermöglicht wird“, so die CDU-Fraktion.„Es ist ja auch jetzt bereits so, dass der vorhandene Bebauungsplan eine größere Erweiterung der Klinik zuließe – nur eben an anderer Stelle auf dem Klinikgelände“, zieht CDU-Pressesprecher Tim Hoffmann ein abschließendes Fazit.

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