Unfall

Bergung des Lkw in Sundern-Allendorf dauert

Die Bergung des verunglückten Lasters mit Sägespänen wird vorbereitet

Foto: Matthias Schäfer

Die Bergung des verunglückten Lasters mit Sägespänen wird vorbereitet Foto: Matthias Schäfer

Allendorf.   Warten ist angesagt, denn die Bergung des Lkw an der Allendorfer Straße in Sundern-Allendorf zieht sich - unter Vollsperrung der Landstraße.

Warten ist angesagt am Haus Allendorfer Straße 112. „Hauptsache uns geht es gut, und der Fahrer kommt wieder auf die Beine“, so hoffen Marianne Scherer und Heike Zimzick, die Bewohnerinnen des Hauses, in das am Montagabend ein Lkw mit 20 Tonnen Sägespänen als Ladung gekracht ist. Die Bergung des Lkw soll am Mittwoch erfolgen, wahrscheinlich mit einem Kran bei Vollsperrung der Straße.

Ursache weiter unklar

Auch am Dienstag blieb unklar, warum der Unfall auf schnurgerader Straße passierte.

Die Lkw der Tierstreu-Firma Brandenburg aus Goldenstedt bei Vechta sind bekannt: „Fast täglich pendeln die zwischen dem Sägewerk in Lenhausen und Vechta“, weiß Nachbar Friedhelm Freiburg. Er hat in den Stunden nach dem Unfall sein Haus geöffnet: Für die Bewohner des Hauses, Polizisten und andere Helfer.

Mehrere Schutzengel

Heike Zimzick kann es immer noch nicht fassen: „Ich habe mehrere Schutzengel gehabt“, berichtet sie. Sie saß am Spätnachmittag in genau

dem Zimmer, in das der Lkw mit dem Führerhaus krachte: „Es gab einen fürchterlichen Knall“, erinnert sie sich, dann stürzte die Wand ein, der Schrank mit Porzellan kippte um. „Und unter allem Schutt lag Emil, unser Hund“, berichtet sie. Mit den Händen habe sie ihn befreit: „Er lag unter einem größeren Stein, der von anderen zurückgehalten wurde, also in einer kleinen Höhle.“ Der Tierarzt habe lediglich einige Prellungen festgestellt: „Ich saß zum Glück vor der gegenüberliegenden Wand. Mir ist nichts passiert.“

„Er fuhr direkt vor unser Haus“

Ganz anders hat es die zweite Hausbewohnerin Marianne Scherer erlebt: „Ich kam mit dem Auto aus Allendorf heim. Da sah ich den Lkw und dachte, warte mal ab, was der macht“, erzählt sie die letzten Sekunden vor dem Unfall. Oft würden Lkw-Fahrer auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Asylheim Pause machen. „Doch dieser fuhr einfach weiter und kam dann ganz langsam über den Mittelstrich, dann über den Parkplatz, an der Kastanie vorbei, um dann direkt vor unser Haus zu fahren“, erzählt sie recht gefasst.

Derzeit dürfen die Räume über dem getroffenen Raum nicht betreten werden. Ein Gutachter der Polizei wollte gestern noch kommen, und sich die Schäden ansehen, ebenso Gutachter für das Haus.

Fahrtenschreiber zur Auswertung

Vor Ort war dann am Dienstag zunächst der Verkehrskommissar der Polizei. Er gab dem Abschleppunternehmer freie Hand, um den Lkw sicherzustellen. Der Fahrtenschreiber wurde schon am Unfallabend zur Auswertung zum Verkehrsdienst gebracht. Nach der Bergung des Anhänger kamen die Arbeiten allerdings zum Stocken.

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