Kinderbetreuung

ZGS baut einen Kindergarten für Sprockhövel

Haßlinghausen soll einen zusätzlichen Kindergarten mit drei Gruppen bekommen. Bauen wird ihn die ZGS.

Haßlinghausen soll einen zusätzlichen Kindergarten mit drei Gruppen bekommen. Bauen wird ihn die ZGS.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Sprockhövel.  Die Stadt Sprockhövel hat geprüft, ob sie selbst oder ein Investor die geplante Kita in Haßlinghausen errichten soll. Die ZGS soll nun bauen.

Kurz vor der Sommerpause hatte die Verwaltung bekannt gegeben, dass angesichts wachsender Kinderzahlen die Kita-Kapazitäten dauerhaft nicht reichen werden. In Haßlinghausen ist der größte Bedarf, dort soll nun, hat der Jugendhilfeausschuss beschlossen, die Stadt selbst über die ZGS eine dreigruppige Einrichtung bauen.

ZGS hat erfolgreich für die Stadt gebaut

Es sei ein längeres Prüfverfahren gewesen um herauszufinden, ob nun die Stadt den neuen Kindergarten bauen oder ein Investor beauftragt werden soll, berichtete Fachabteilungsleiterin Evelyn Müller im Jugendhilfeausschuss. Dabei wurden die Argumente für und wider gegeneinander abgewogen. Für die Beauftragung der ZGS spreche, dass die ZGS bereits zahlreiche Bauaufträge für die Stadt erfolgreich umgesetzt hat. Obwohl das Grundstück in Haßlinghausen noch nicht von der Stadt erworben worden ist, hat die Abteilung von Ralph Holtze bereits eine umfassende Planung erarbeitet. „Wir brauchen den neuen Kindergarten möglichst bald“, betonte Müller, da wäre es gut, wenn langwierige Ausschreibungsverfahren eines externen Bewerbers nicht nötig würden. „Nach einem verkürzten Planverfahren und dem Grundstückskauf können die Erdarbeiten Mitte nächsten Jahres begonnen werden“, sagte Müller.

Es sollen keine Gewinne erzielt werden

Ein weiterer Pluspunkt für einen Zuschlag an die ZGS sei der Umstand, dass die ZGS keinen zusätzlichen Mietkostenzuschuss für den Betrieb der neuen Kita benötige, der über den im Kibiz-Gesetz festgesetzten Betrag von 8,70 Euro pro Quadratmeter hinausgehe. Denn im Gegensatz zu einem Investor habe die ZGS nicht die Absicht, Gewinne zu erzielen.

Erweiterungsbauten helfen der Stadt nicht

Diskutiert wurde auch noch einmal über die Möglichkeit, anstelle eines Neubaus bestehende Kitas wie die der Katholischen Kirche oder des DRK jeweils um eine Gruppe zu erweitern. Das DRK hatte ursprünglich einen Antrag auf Erweiterung gestellt, das befürwortete die Verwaltung aber nicht. DRK-Vorsitzender Lutz Heuser kritisierte, dass im Vorfeld der jetzigen Entscheidung keine Trägerkonferenz einberufen worden war. „Unser Ziel war es ja schlicht, der Stadt Sprockhövel in dieser Situation zu helfen“, sagte er. „Wir halten es für besser, jetzt mit einem Neubau den Befreiungsschlag zu tun. Es kann später durchaus noch die Lage kommen, dass wir trotzdem noch erweitern müssen.“ Der Ausschuss befürwortete einstimmig, die ZGS mit dem Bau des Kindergartens zu beauftragen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben