AWO-Hiddinghausen

Wollsocken neben Pralinen

Der Awo Advents-Basar iin der Begegungsstätte  ( v.r Inge Schulenburg, Anny Ahmann, Annegret Beil und Renate Beckmann .

Der Awo Advents-Basar iin der Begegungsstätte ( v.r Inge Schulenburg, Anny Ahmann, Annegret Beil und Renate Beckmann .

Foto: WAZ FotoPool

Hiddinghausen.  Für die AWO-Damen ist es einer der Höhepunkte im Jahr. Ihr Weihnachtsbasar lockt viele Besucher auch aus Nachbarstädten an. In den Bastel- und Handarbeiten, die angeboten werden, steckt viel Arbeit. Der Erlös kommt sozialen Projekten zugute.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gräuelgeschenk Wollsocken? Mitnichten! Auf dem Basar der AWO-Hiddinghausen waren sie der Klassiker schlechthin. Und über das ganze Jahr verarbeiten die AWO-Damen meterweise bunte Wolle mit heißer (Strick-)Nadel, damit auch möglichst viele Füße unterm Weihnachtsbaum warm bleiben.

Samstag und Sonntag gab’s zum 37. Mal den Basar mit Kaffeeplausch in der Hiddinghauser Begegnungsstätte. Die Wollsocken waren dabei nur ein kleiner Teil des Angebots. Daneben reihten sich Tannengestecke, meist in Rot und Gold gehalten, Pralinen und Plätzchen, Adventskränze – alles selbstgemacht. Und die Weihnachtsdekoration für die eigenen vier Wände? „Die steht hinten an“, sagte Ursula Oberdick, Vorsitzende der AWO-Ortsgruppe.

„Dafür ist vor dem Basar gar keine Zeit.“ Schließlich sei das Gros selbst gemacht. Knappe drei Wochen vorher haben sich ein Dutzend der AWO-Damen täglich getroffen und gebastelt, gesteckt und gestaltet. „Nur die Lücken auf den Tischen werden später mit zugekauften Geschenkartikeln aufgefüllt.“ Doch wer Kranz auf Kranz, Gesteck auf Gesteck bastelt, verliert auch mal die Übersicht.

„Ich weiß gar nicht mehr, was auf dem Tisch alles vor mir ist“, gestand Ingrid Distelrath. Sie nehme schon lange an den Bastelnachmittag vor dem Basar teil und helfe bei den Vorbereitungen. Ideen für die Kränze und Gestecke habe sie fast immer. „Und einer ergänzt den anderen.“ Dabei darf die Arbeit, die sich die Damen gemacht haben, nicht unterschätzt werden. So ein Basar organisiert sich nicht von alleine. Auch abseits des Basteltisches hat es auch in der Küche viel zu tun gegeben.

Anni Korten hat ihre Küche mehrere Stunden in Beschlag genommen. „Ich habe 25 Kilogramm Kartoffelsalat vorbereitet und sechs Stunden die Zutaten geschnibbelt.“ Doch Kartoffelsalat ist eigentlich gar nicht ihre Spezialität, sondern herzhafte Pralinen. Und da sie es anscheinend gerne ausladend mag: Eine ihrer süßen Sünden wiegt 70 Gramm. „Die so hinzubekommen war gar nicht so einfach“, erinnerte sie sich lachend. Ganze drei Wochen hat sie ihr Ursprungsrezept immer wieder verändert. „Solange, bis mir die Pralinen selbst schmeckten.“ Auf ihre Kreationen ist sie stolz. Ihr Rezept wurde auf dem Basar nicht verraten. Es ist ein Geheimrezept. Denn sie musste wirklich tief in die Kniffkiste greifen. „Anfangs schmolz zum Beispiel immer der Kern, sobald ich die Pralinen in die heiße Schokolade tauchte.“ Mittlerweile sind alle Kinderkrankheiten beseitigt und ihre Pralinen hielten auf dem Basar problemlos mit den Wollsocken mit. Der Basar lockte auch Gäste aus den Nachbarstädten an. „Ich bin jedes Jahr auf dem Basar, da er immer sehr schön ist und ich hier alte Bekannte treffe“, erzählte die Ennepetalerin Josin Musculus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben