Kommunalwahl

Volker Hoven ist Bürgermeisterkandidat für Sprockhövel

Volker Hoven ist der neue gemeinsame Bürgermeisterkandidat für Sprockhövel.

Volker Hoven ist der neue gemeinsame Bürgermeisterkandidat für Sprockhövel.

Foto: Biene Hagel / Biene Hagel / Funke Foto Services

Sprockhövel.  SPD, FDP und WfS in Sprockhövel haben Volker Hoven zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten gekürt. Die Planungen sind ambitioniert.

Das Sprockhöveler Kooperationsbündnis aus SPD, FDP und Freien Wählern WfS hat am Samstagvormittag Volker Hoven offiziell zu seinem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 ernannt. Der Erste Beigeordnete und Kämmerer Sprockhövels erfülle wie kein anderer die drei wichtigen Kriterien für das wichtige Amt, urteilten die Unterstützer: Erfahrung in Politik und Verwaltung sowie Führungsvermögen.

Parteien wollen starkes Signal setzen

Der Wahlkampf in Sprockhövel darf spätestens seit diesem sonnigen Samstag als eröffnet betrachtet werden. Im Foyer der Grundschule Börgersbruch kamen in großer Zahl Ratsleute und Anhänger von SPD, FDP und WfS zusammen, um sich ein rundes Jahr vor dem kommunalen Urnengang der Stärken ihres politischen Zugpferdes zu versichern. „Wir setzen mit Volker Hoven ein starkes Signal für die Kommunalwahl – und das braucht unsere Stadt jetzt auch“, rief die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Marion Prinz. FDP-Ortsverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Bodo Middeldorf betonte in seinem Redebeitrag, ein Bündnis seiner Partei mit der SPD sei in weiten Teilen des Landes nicht mehr selbstverständlich. „Aber bei einer so wichtigen Aufgabe wie dem Bürgermeisteramt können wir uns keine Fehler erlauben, deshalb haben wir uns über die Parteigrenzen hinweg für Volker Hoven entschieden.“ Und Helga Wieland-Polonyi von der WfS bilanzierte: „Wir haben Herrn Hoven als zuverlässigen und vertrauensvollen Partner kennengelernt, der Sprockhövel mit neuen Ideen voranbringen kann.“

Hoven ist stolz und dankbar

In seiner Rede zur Mobilisierung bekundete der Sozialdemokrat Volker Hoven zunächst seine Dankbarkeit und seinen Stolz über das Vertrauen in seine Person und ließ dann im Anschluss kein kommunales Politikfeld aus, das nicht bereits erfolgreich bestellt werde oder nach seiner Wahl zum Stadtoberhaupt in den Fokus gerückt werden soll. Zur sichtlichen Zufriedenheit von FDP und WfS setzte Volker Hoven seinen Schwerpunkt – wie auch häufig zu früheren Gelegenheiten als Kämmerer – auf die Wirtschaft und Finanzen. „14 Millionen Euro Gewerbesteuer pro Jahr – sie und die Grundsteuer sind die Grundvoraussetzung dafür, dass wir überhaupt eine soziale Infrastruktur für Sprockhövel finanzieren können.“ Die starke Wirtschaft sei ein Garant dafür, dass es mit der Stadt und ihrer schönen natürlichen Umgebung und ihren für die Bürger wichtigen Einrichtungen wie etwa dem Freibad weitergehen könne – auch unter den erschwerten Bedingungen einer Stärkungspaktkommune.

Herausforderungen für die Kommune

Hoven betonte, er nehme die Herausforderungen an: Bauland sei hier unbezahlbar geworden, aber trotzdem müsse bezahlbarer Wohnraum her. Die Anforderungen an Kinderbetreuung und Bildung wachsen, da müsse das Angebot an Kitaplätzen ausgeweitet werden. Zugleich: „Für jede Lebenslage brauchen wir eine gute Nahversorgung, eine starke Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze, medizinische Versorgung und ein abwechslungsreiches Kulturangebot“, so Hoven vor seinen Mitstreitern. Im digitalen Bereich der Stadtverwaltung, so räumte Hoven ein, gebe es noch viel zu tun. Dieser Kampf an allen Fronten gleichzeitig solle im Ansporn sein, denn er habe das Wohl der Bürger in allen sechs Ortsteilen Sprockhövels im Blick.

Eigene Akzente setzen

Und es gibt Neuerungen, die Hoven als Verantwortlicher für die Geschicke der Stadt umsetzen möchte: So soll es künftig regelmäßige Bürgerkonferenzen und eine Bürgersprechstunde geben. „Weil ich den Wert der ehrenamtlichen Arbeit schätze, möchte ich einen Ehrenamtspreis für herausragende Leistungen in diesem Bereich einführen.“ Dem politischen Gegner versuchte der Kandidat den Wind aus den Segeln zu nehmen: „Wir sind es, die die Stadtverwaltung elektromobil ausstatten, wir legen Blühstreifen an und pflastern die Dächer dieser Stadt mit Photovoltaik.“

INFO

Rote Rosen gab es am Ende der Vorstellungsrede Hovens nicht für ihn – sondern für Ehefrau Sandra, die am Samstag ihren 43. Geburtstag feierte.

SPD-Chefin Marion Prinz berichtete von einem Brief, den sie vor vielen Jahren von Hovens Großmutter bekommen habe. Darin pries die alte Dame den Enkel als „rote Socke“ an.

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