Sanierungen

Stadt Sprockhövel bringt Immobilien auf Vordermann

Um dem Problem von Legionellen in den Duschen vorzubeugen, werden in der kleinen  Turnhalle in Haßlinghausen elektrische Duschpanele installiert.

Um dem Problem von Legionellen in den Duschen vorzubeugen, werden in der kleinen Turnhalle in Haßlinghausen elektrische Duschpanele installiert.

Foto: Volker Speckenwirth / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Wenn die Schulen und Vereine in Sprockhövel pausieren, ist Zeit günstig für Sanierungen in den Gebäuden. Unterwegs mit ZGS-Chef Ralph Holtze.

Während die Sprockhöveler in den Sommerferien Ruhe und Entspannung suchen, wird bei der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Sprockhövel (ZGS) der Blaumann angezogen. Die verwaisten Schulen und Sport- und Veranstaltungsgebäude werden bei Bedarf saniert, ausgebessert, technisch aufgerüstet. Ein Rundgang mit ZGS-Leiter Ralph Holtze.

Netzwerkausbau in der Anneke-Schule

Selbstredend gibt es bei der ZGS immer zu tun, aber wenn der Schulbetrieb und das Vereinswesen pausieren, haben Holtzes Helfer und die von ihm beauftragten Firmen freie Bahn. So wie in der Mathilde-Anneke-Schule, wo die Stadt 125.000 Euro in den Netzwerkausbau investiert. „Nachdem hier ein Glasfaseranschluss gelegt wurde, sind die ersten Voraussetzungen für digitalen Unterricht geschaffen“, sagt Holtze. Auch die Grundschule Hobeuken steht auf der Liste der Stadt, hier werden die Außen-WCs für 50.000 Euro erneuert.

Legionellen-Vorbeugung in den Duschen

Ähnlich der Einsatz im Jugendzentrum Haßlinghausen, wo die Toiletten für 20.000 Euro erneuert werden. Ein weiterer Auftrag führt zur Glückauf-Halle, wo zum Feuerlöschen eine neue Trockenleitung im Volumen von rund 25.000 Euro installiert wird. Ein wichtiges Problem wird in der Turnhalle Haßlinghausen gelöst. „In öffentlichen Duschen droht oftmals das Problem der Legionellen“, erläutert der ZGS-Chef. Zur Vorbeugung werden dort elektrische Duschpanele eingebaut. „Die Wasserrücklauftemperatur wird so auf 60 Grad erhöht und die Bakterien, die für Krankheitsbilder wie grippeartige Beschwerden und Lungenentzündungen verantwortlich sind, abgetötet“, so Holtze. So werden die Schulkinder durch die technische Erneuerung geschützt, rund 40.000 Euro investiert die Stadt hierfür.

Hiddinghausen bekommt eine größere Küche

Auch die Hiddinghauser werden von den Ferienaktivitäten der ZGS profitieren: Die beliebte Begegnungsstätte an der Jahnstraße bekommt zum Preis von rund 15.000 Euro eine schon sehnlichst erwartete vergrößerte Küche. Ein größeres Projekt erwartet die ZGS im Rathaus. „Das leidige Thema Brandschutz fordert uns dort, es werden jedoch auch neue Leitungen verlegt und die Beleuchtung erneuert“, berichtet Ralph Holtze. Eingeplant sind in der Stadtverwaltung Maßnahmen im Umfang von rund 150.000 Euro.

Technische Hilfestellung für behinderte Bürger

Deutlich kleiner, aber nicht weniger wichtig fällt ein Einsatz am Bürgerhaus in Niedersprockhövel aus: Am Hintereingang ist für gehandicapte Besucher eine elektrische Tür eingebaut worden. „Damit die Besucher ohne fremde Hilfe ins Gebäude kommen können, muss die technische Einrichtung noch programmiert werden“, so Holtze, mit 1500 Euro lässt sich das bewerkstelligen. Ein weiterer Einsatz steht der ZGS in den städtischen Wohnungen in Alt-Bossel bevor: Etwa 25.000 Euro wird es kosten, um dort die elektrischen Anlagen auf neuesten Stand zu bringen. Rund 75.000 Euro setzt die Stadt ein, um das im Gebäude des Jugendzentrums Eickerstraße eine barrierefreie Verbindung zu den Räumen der Awo zu errichten. Die sanierten Räume sollen künftig allen Vereinen der Stadt für Veranstaltungen zur Verfügung stehen – das Land gibt hier 59.000 Euro als Förderung dazu.

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