HUNDESPORT

Sprockhövelerin Lisa Becker lebt ihre Leidenschaft für Hunde

Lisa Becker (15) ist U18-Deutsche-Meisterin im Agility-Sport. In diesem Wettbewerb trat sie mit Schäferhündin Jenga an.

Lisa Becker (15) ist U18-Deutsche-Meisterin im Agility-Sport. In diesem Wettbewerb trat sie mit Schäferhündin Jenga an.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die 15-jährige ist U18-Deutsche Meisterin im Agility-Sport. Aus ihrer Sicht müsste die Sportart viel mehr Beachtung finden.

Seitdem sie krabbeln kann, ist Lisa Becker verrückt nach Hunden. „Leckerli hatte Lisa eigentlich schon immer in ihrer Hosentasche dabei“, sagt Mutter Michaela. Und so ergab sich fast automatisch Lisas Leidenschaft für den Hundesport. Die nun 15-jährige schnappte sich erst in diesem Sommer die U18 Deutsche Meisterschaft im Agility Sport.

Vertrauen steht an erster Stelle

„Was ist denn Agility?“ Diese Frage hört Lisa oft. Und die Erklärung ist eigentlich ganz einfach. Es ist ein gemeinsamer Sport für Hund und Mensch. Der Vierbeiner absolviert einen Parcours mit unterschiedlichen Übungen und der Mensch führt den Hund durch diese verschiedenen Hindernisse. Hund und Halter müssen körperlich, aber auch geistig fit sein. „Und es muss Vertrauen zwischen Mensch und Tier herrschen, anders geht das gar nicht“, sagt Vater Jörg.

Lisa geht entspannt in den Wettbewerb

Weil Lisa U18-Meisterin ist, startet sie auch bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren. „Da möchte ich einfach nur durchkommen und so wenige Fehler wie möglich machen“, sagt Lisa. Große Ziele setze sie sich nicht, so die 15-jährige. „Die Erwachsenen zerbrechen sich einen Kopf über alles und verfallen im Wettkampf teilweise in Hektik. Die Jugendlichen legen einfach unbedarft los“, erläutert Mutter Michaela.

Die erfahrene Schäferhündin Jenga wird bald in den Ruhestand versetzt

Diesen einen Wettkampf wird Lisa noch mit Jenga absolvieren, dann wird die Schäferhündin wohlverdient in Rente geschickt. Für die Zeit danach hat Lisa aber schon vorgesorgt. Aktuell bildet sie gleich zwei junge Hunde im Agility-Sport aus.

Die Schülerin, die in Hattingen die Realschule an der Grünstraße besucht, ist begeistert von ihrem Sport, doch die meisten ihrer Mitschüler wussten bis sie Lisa kennenlernten überhaupt nicht, dass es diesen Sport überhaupt gibt. „Das ist wirklich schade“, so Lisa. Dabei helfe Agility sogar in der Schule. „Ich muss mir ja die exakte Reihenfolge der Übungen des Parcours merken. Das kommt dann beim Vokabellernen zugute.“

Klare Pläne für berufliche Zukunft

Vier Hunde hat die Familie Becker bei sich Zuhause. Die Eltern betreiben in Sprockhövel eine Hundepension. Und wenn es nach Lisa geht, wird sie diese Pension eines Tages von ihren Eltern übernehmen. Zuvor will sie aber eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten machen, um sich danach zur Tier-Physiotherapeutin ausbilden zu lassen. „Diesen Plan verfolgt Lisa schon ganz lange und wir unterstützen sie da natürlich“, sagt Michaela Becker.

Familienausflug zum nächsten Wettbewerb

Lisas Geschwister Luca (12) und Lara (17) nehmen auch regelmäßig an Agility-Wettbewerben teil. Eine Fahrt zu einer Meisterschaft wird da schnell mal zu einem ausgedehnten Familienausflug. „Bald sind wir alle wieder alle zusammen unterwegs“, sagt Michaela Becker. Neben den beiden Erwachsenen finden auch noch die drei Kinder und fünf Hunde im Auto Platz. „Bei den Wettkämpfen fiebert natürlich jeder für jeden mit. Das ist wirklich schön“, so Michaela Becker.

Tägliches Training beim Spazierengehen im Wald

Um bei Wettbewerben der höchsten Klasse mitzumachen, bedarf es jeder Menge Übung. Ein- bis zweimal in der Woche steht Lisa mit ihren Hunden in Sprockhövel auf dem Übungsplatz. „Aber eigentlich trainiert sie jeden Tag“, sagt Vater Jörg. Kleinigkeiten könne man ja auch immer schon beim einfachen Spazierengehen einstudieren, so der Vater weiter. Lisa hat aber auch die Möglichkeit den aufgebauten Slalom-Parcours im eigenen Garten zu nutzen. „Und wenn da mal etwas kaputt geht, wird schnell der Papa gerufen und der repariert das ganz schnell wieder“, sagt Jörg Becker.

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