Ausbildung

Sprockhöveler Gesamtschüler für technische Berufe begeistern

Schülerin Elektra mit Steckern in den Händen. Die Metall- und Elektroindustrie kam wieder mit Info-Truck zur Wilhelm-Kraft-Gesamtschule.

Schülerin Elektra mit Steckern in den Händen. Die Metall- und Elektroindustrie kam wieder mit Info-Truck zur Wilhelm-Kraft-Gesamtschule.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie besuchte wieder die Neuntklässler der Wilhelm-Kraft-Schule in Sprockhövel.

Der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie besucht Neuntklässler der Gesamtschule Haßlinghausen. Jeder dritte Betrieb in Deutschland findet keine Lehrlinge, wie eine Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt. Da wächst das Bewusstsein auf Seiten der Arbeitgeber, auf junge Menschen zugehen zu müssen, um Angebote qualifizierter Ausbildungen vorzustellen.

Zweischichtbetrieb im Doppeldeckerbus

In Haßlinghausen macht auch in diesem Jahr der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie im Ennepe-Ruhr-Kreis Station. Am Dienstag schauten Schüler der neunten Klassen der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule dort vorbei, am Mittwoch und Donnerstag stehen Schulen in Gevelsberg und Herdecke auf dem Programm. Im doppelstöckigen Bus wird hierbei in zwei Schichten verfahren: Während der eine Teil einer Klasse im oberen Bereich mit Bildungsreferent Lutz Klemkow ins Gespräch kommt, beschäftigt sich der andere Klassenteil unten unter Anleitung mit Frästechnik, elektronischen Verbindungen, Steckertechnik oder mit den technischen Finessen eines Aufzugs.

Überzeugungsarbeit im Oberdeck

Auf dem oberen Deck wird Überzeugungsarbeit geleistet. „Es gilt besonders, bei den Mädchen die Bereitschaft für technische Berufe zu wecken“, sagt Annette Tilsner vom Märkischen Arbeitgeberverband, die die Trucktouren begleitet. „Mädchen haben immer noch eine Präferenz für soziale Berufe, Gewerbe spielt erstmal überhaupt keine Rolle in ihren Überlegungen“, berichtet Annette Tilsner. Dabei gelten gerade die weiblichen Azubi im Metall- und Elektrogewerbe als besonders leistungsfähig. Tilsner eindringlich: „Wir brauchen die!“

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