Versteigerung

Sprockhöveler Ehepaar versteigert handsignierten VfL-Fußball

Ulla und Friedrich-Wilhelm Hausherr aus Sprockhövel wollen einen handsignierten Fußball vom VfL Bochum plus Schal zugunsten des neuen Hospizes in Witten versteigern.

Ulla und Friedrich-Wilhelm Hausherr aus Sprockhövel wollen einen handsignierten Fußball vom VfL Bochum plus Schal zugunsten des neuen Hospizes in Witten versteigern.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Die Hausherrs aus Sprockhövel haben einen handsignierten Fußball des VfL Bochum gewonnen. Den möchte sie für das Hospiz in Witten versteigern.

Der von den Spielern der ersten Mannschaft des VfL Bochum handsignierte Fußball ist Ulla und Friedrich-Wilhelm Hausherr quasi in den Schoß gefallen. Und obwohl er ein eingefleischter Fan des Zweitligisten ist, möchte das Ehepaar aus Niedersprockhövel den reich verzierten Ball für einen guten Zweck versteigern – und legt dafür noch einen VfL-Schal obendrauf.

Ungutes Gefühl vor erstem Besuch im Hospiz

Angefangen hat die bemerkenswerte Geschichte mit der schwerkranken Nachbarin. „Seit einem Jahr leidet sie unter Krebs und wechselte für ihre letzte Lebensphase ins Hospiz nach Witten“, berichtet Ulla Hausherr. Beide machen keinen Hehl daraus, dass sie einen Besuch dort scheuten. „Es war uns ein echter Angang, denn mit Hospiz verbanden wir Siechtum und Tod“, erzählt Ulla Hausherr freimütig. Aber für die geschätzte Nachbarin überwanden die Hausherrs ihre Schwellenängste und machten eine wichtige Lebenserfahrung: „Die freundliche Atmosphäre dort, die vielen netten und zuvorkommenden Mitarbeitern auf allen Ebenen – wir haben uns richtig wohl gefühlt, und den kranken Gästen dort geht es auch gut.“

Großes Spielerglück beim Sommerfest

So besuchten die Sprockhöveler kürzlich auch das Sommerfest im Hospiz – und hatten sagenhaftes Spielglück: Schon beim ersten Dreh am Glücksrad gewann Friedrich-Wilhelm Hausherr mit dem Fußball den Hauptpreis. „Wir waren uns schnell einig, dass man mit dem Wert dieses Preises Gutes bewirken kann“, sagt Ulla Hausherr. Und so kamen sie auf die Idee mit der Versteigerung, deren Erlös sie dem Hospiz zur Verfügung stellen möchten. „Wir sind einfach dankbar, weil wir in dem Hospiz in Witten unsere Furcht vor dem Sterben ein Stück weit abbauen konnten“, sagen sie.

Mindestgebot für Ball und Schal bei 50 Euro

Und dafür möchten sie etwas zurückgeben: 50 Euro soll das Mindestgebot für Fußball und Fan-Schal sein, bis zum 26. Juli können Bieter ihren Betrag per E-Mail dem Ehepaar unter u-hausherr44@web.de ankündigen. Der oder die Höchstbietende wird benachrichtigt.

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