Stadtfest

Sprockhövel will Volk der guten Nachbarn sein

Am Freitagabend wurde in Niedersprockhövel das 25. Stadtfest eröffnet.

Am Freitagabend wurde in Niedersprockhövel das 25. Stadtfest eröffnet.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Drei Tage lädt Sprockhövel zu seinem 25. Stadtfest an die Hauptstraße ein. Der Bürgermeister sieht hier den Treffunkt für alle Stadtbezirke.

Bei schönem und mildem Wetter wurde am Freitagabend in Niedersprockhövel das 25. Stadtfest eröffnet. Und schon lange vor der Freigabe durch Bürgermeister Ulli Winkelmann füllte sich die Partymeile entlang der Hauptstraße mit Menschen nicht nur aus Sprockhövel, die die gute Laune des dreitägigen Festes in vollen Zügen genießen wollen.

Partymeile als Silberhochzeit

„Es ist so etwas wie eine Silberhochzeit“, sagte Winkelmann, der sich zusammen mit Lutz Heuser und weiteren Repräsentanten der WIS auf der AHE-Bühne eingefunden hatte, um zu den Bürgern zu sprechen. Er verstehe das Stadtfest so, dass die Menschen aus allen Stadtbezirken hier einen Ort finden, bei dem sie zusammen einige schöne Stunden verbringen können.“ Denn, so der Bürgermeister, „wir sind in der Abwandlung eines Zitats von Willy Brandt, weil wir ein Volk der guten Nachbarn sein wollen.“ Überhaupt wünscht sich Ulli Winkelmann, dass sich die Politiker mit Verantwortung für die Welt viel mehr an den Problemlösungsstrategien der lokalen Politik orientierten.

Applaus für Verzicht auf Feuerwerk

Lutz Heuser dankte den vielen Mitstreitern in der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft für die langwierigen und aufwändigen Vorbereitungen des Stadtfestes. „Immer wieder öffnen die Kaufleute dieser Stadt freimütig ihre Herzen und ihre Portemonnaies, das ist schon eine große Leistung.“ Heuser betonte vor den Gästen des Stadtfestes, weitgehend werde es gelingen, die Partymeile plastikfrei zu halten und aus vernünftigen Gründen habe man entschieden, auch auf das Feuerwerk zu verzichten. Dafür erhielt der WIS-Vorsitzende starken Applaus. „Dafür empfehle ich eine Besuch auf unserer Scherenbühne, die einen Blick von oben auf das Stadtfest ermöglicht.“ Begeistert reagierten die Besucher daraufhin auf das Steigerlied, das Ulrich Pätzold-Jäger, der bekannte Barde Sprockhövels, mit allen Strophen singen ließ. Da ist für Ortsfremde zu erfahren, dass Bergleute nach Möglichkeit Schnaps trinken, worauf Pätzold-Jäger auf die Flaschen Sprockhöveler Jubiläums-Gins deutete. Die hatte Bürgermeister Ulli Winkelmann dem WIS-Vorsitzenden für die Organisationsarbeit des Festes überreicht.

The Daylights eröffnen auf Sparkassen-Bühne

Als die letzte Liedstrophe verklungen war, spielte sich die Band The Daylights auf der nahen Sparkassen-Bühne warm. „Wir kommen wegen der Musik, der Freunde, die man hier trifft und wegen des leckeren griechischen Essens“, erklärte Walburga Schmitt, die mit Schwager und Cousin gekommen war. Die Wurst im Brötchen vom Kuhlendahl wippte in ihrer Hand mit, als die Bässe zu wummern begannen. Cousin Fritz schaute noch bei Hans-Dieter Pöppe vorbei, der an einem eigenen Stadt historische Fotografien verkauft. Besonders eine Sammlung von steinalten Klassenfotos hatte es ihm angetan. „Vielleicht erkennt man ja jemanden aus der Elterngeneration“, hoffte der 60-Jährige. Marlies und Ben Dorgarten schafften es nicht weit hinter das Portal zum Stadtfest oberhalb der Zwiebelturmkirche. Beim Zwergenhäuschen war eine Holzeisenbahn aufgebaut, da waren die Zwillingstöchter Sarah und Lisa bald völlig im Spiel versunken.

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