Digitalisierung

Sprockhövel kann Schulen digital aufrüsten

Die Digitalisierung der Schulen ist das Ziel, das jetzt mit dem Bundesmittel-Programm „Digitalpakt Schule“ erreicht werden soll.

Die Digitalisierung der Schulen ist das Ziel, das jetzt mit dem Bundesmittel-Programm „Digitalpakt Schule“ erreicht werden soll.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die Stadt Sprockhövel bekommt Bundesmittel aus dem „Digitalpakt Schule“ in Höhe von 280.000 Euro. Schulen sollen jetzt Medienkonzepte erstellen.

Schulen in Sprockhövel können sich über Bundesmittel aus dem „Digitalpakt Schule“ freuen, um ihre digitale Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen. Für Sprockhövel stehen mehr als 280.000 Euro zur Verfügung.

Positives Echo in der Stadtverwaltung

In der Stadtverwaltung war die Freude am Dienstag groß. Die Informationen, übermittelt vom Bundestagsabgeordneten Ralf Kapschack und vom Landtagsabgeordneten Bodo Middeldorf, sind in der Stärkungspaktkommune, die zusätzlich durch eine Haushaltssperre in ihren Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt ist, auf sehr positives Echo gestoßen. „Wir sind ja schon einige Zeit dabei, mit Mitteln des Programms ,Die gute Schule’ die Situation an unseren Grundschulen und der Mathilde-Anneke-Schule zu verbessern“, sagt Fachabteilungsleiterin Evelyn Müller.

Lehrer müssen fortgebildet werden

So seien bislang einzelne Schritte in Sprockhövel unternommen worden, um den Schulstandort fit zu machen für die Zukunft. Müller vertritt die Ansicht, dass vor dem Hintergrund einer solchen Fördersumme die Schulen nun Medienkonzepte erarbeiten sollten, auf deren Grundlage dann Anschaffungen gemacht werden können. „Aber es wird genauso wichtig sein, die Lehrerinnen und Lehrer der betroffenen Schulen weiterzubilden, damit die digitale Offensive in der Schülerschaft überhaupt zur Entfaltung kommen kann“, sagt die Fachbereichsleiterin.

ZGS plädiert für verstärkten Netzausbau

Ralph Holtze, Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft Sprockhövel, freut sich über die in Aussicht gestellten Bundesmittel, und geht davon aus, dass erste Gespräche über die Verwendung verwaltungsintern geführt werden. „In mancher Hinsicht ist Sprockhövel der Zeit voraus“, meint er. Auf dem Gebiet des Netzausbaus sei die Stadt bereits aktiv geworden, etwa an der Mathilde-Anneke-Schule. Holtze plädiert dafür, die Mittel auf diesem Gebiet einzusetzen: „Wenn wir die nächste Generation auf die digitale Welt vorbereiten wollen, ist es zunächst wichtig, die Kabel zu verlegen und Netze einzurichten. Das ist die die größte und teuerste Investition und Voraussetzung für alle weiteren digitalen Anschaffungen wie etwa Computer und Laptops.“ Noch nicht absehbar sei, ob die Verwaltungsspitze die Überlegungen, wo die Fördermittel eingesetzt werden können, in die politische Diskussion gehe.

Förderung umfasst 90 Prozent der Projektkosten

Mit dem „Digitalpakt Schule“ unterstützt der Bund gezielt den Aufbau einer modernen Schuleinrichtung – vom WLAN über elektronische Tafeln bis zu Laptops oder 3-D-Drucker, je nach Bedarf digitale Arbeitsgeräte und mobile Endgeräte. „Nach der erfolgreichen Bewerbung einer Schule mit einem digitalen Projekt werden 90 Prozent der Gesamtausgaben durch das Land Nordrhein-Westfalen übernommen, die verbleibende Summe wird vom Schulträger – in Sprockhövel ist das bei den vier Grundschulen und der Mathilfe-Anneke-Hauptschule die Stadt – gezahlt“, berichtet der Landtagsabgeordnete Middeldorf. Rund 13,5 Millionen Euro bis 2014 gehen beim Programm „Digitale Schule“ an den Ennepe-Ruhr-Kreis.

INFO

Die Nachbarstadt Hattingen bekommt deutlich mehr Bundesmittel aus dem Programm „Digitalpakt Schule“.

So erhält die Stadt (wegen der im Vergleich zu Sprockhövel höhen Anzahl an Schulen und Schülern) zwei Millionen Euro, für Projekte im Evangelischen Krankenhaus und der Awo-Schule für Logopädie gibt es weitere 55.000 Euro.

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