Hundesport

Schäferhunde stehen in Sprockhövel auf dem Prüfstand

Denise Altenkämper führt „Jamie vom Blücherplatz“ bei der Begleithundeprüfung 3 für deutsche Schäferhunde auf dem Vereinsgelände an der Bochumer Straße.

Denise Altenkämper führt „Jamie vom Blücherplatz“ bei der Begleithundeprüfung 3 für deutsche Schäferhunde auf dem Vereinsgelände an der Bochumer Straße.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Prüfungstag beim Verein für Deutsche Schäferhunde Sprockhövel: Da können die Vierbeiner und ihre Besitzer wieder zeigen, was sie so alles können.

„Schäferhunde sind echte Alleskönner.“ Monika Bäcker klingt überzeugt. Die Hundetrainerin ist selbst mit den Tieren aufgewachsen und schätzt deren umfangreichen Talente. „Menschen und Vierbeiner müssen eine Einheit bilden, um zusammen zu funktionieren.“

Denn beste Resultate sind bei den Prüfungen des Vereins für Deutsche Schäferhunde Sprockhövel gefragt. In verschiedenen Kategorien wie Schutzdienst, Unterordnung oder Stöbern müssen sich Hund und Herrchen auf dem Vereinsgelände im Hammertal beweisen.

Jeder Hund hat eigene besondere Fähigkeiten und Ansprüche

„Für jede Rasse gibt es eine bestimmte Prüfungsordnung. Nach diesen Regeln können wir objektiv bewerten“, weiß Bäcker. Denn jeder Hund hat eigene besondere Fähigkeiten und Ansprüche. Der Schäferhund sei dabei ein richtiger Star. „Sie können brave Familienhunde oder nützliche Gebrauchstiere sein.“

Traditionell halten die Menschen Schäferhunde zum Schutz. Zu ihrem eigenen, aber auch für andere Tiere wie Schafe oder Ziegen. Dazu werden sie schon seit langer Zeit gezüchtet. „Viele ausländische Rassen gibt es erst seit ein paar Jahren in Deutschland – den Border Collie zum Beispiel.“

Selbstbewusste Tiere haben einen deutlichen Vorteil

Das Training und die Prüfungen des Vereins dienen den Hunden als sinnvolle Beschäftigung. „Man kann sich das vorstellen wie in einer Reitschule. In drei Übungsstunden pro Woche lernen die Tiere, ihre veranlagten Fähigkeiten zu nutzen. Wir helfen ihnen dabei.“ Eine gute und grundlegende Erziehung der Tiere setzt der Verein voraus.

Auch das Wesen des Schäferhundes ist entscheidend. „Selbstbewusste Tiere haben einen deutlichen Vorteil. Mit Leckerchen bringt man sie schnell zum Erfolg.“

Um an den Prüfungen teilnehmen zu dürfen, müssen die Hunde mindestens 15 Monate alt sein. Bevor ein Tier als Gebrauchshund ausgezeichnet wird, muss er die Prüfung zum Begleithund ablegen. „Dabei geht es vor allem und den Gehorsam. Befehle wie Sitz oder Platz müssen perfekt sitzen. Auch die Verkehrssicherheit testen wir.“

Die Prüfung findet in einem authentischen Umfeld statt. Die Besitzer führen ihre Lieblinge an einer Straße vorbei. Autos, andere Hunde, Fußgänger und Fahrradfahrer dürfen dabei nicht irritieren. Sonst erhält das Tier nicht die nötigen Punkte, die zum Bestehen notwendig sind. „Die Punkte vergibt ein Prüfer, den der Verein aussucht.“

Auch die Gebrauchshundprüfung soll die trainierten Hunde nicht überfordern

Auch etwas schwierigere Aufgaben wie Apportieren und Hürdenspringen stehen auf dem Programm. „Unterordnung liegt in der Natur der Tiere. Ihre Vorfahren, die Wölfe, leben im Rudel. Das schlauste Exemplar übernimmt das Kommando, die anderen folgen ihm.“

Auch die Gebrauchshundprüfung soll die trainierten Hunde nicht überfordern. In der Kategorie „Stöbern“ wird die scharfe Hundenase beansprucht. „Kleine Gegenstände liegen in einiger Entfernung auf dem Gelände verteilt. Die müssen die Schäferhunde dann finden.“

Doch laut Bäcker ist das kein großes Problem für sie: „Ihre Nase ist viel stärker als die des Menschen. Das können wir uns gar nicht vorstellen. Eine Kochsalzlösung ist für uns beispielsweise vollkommen geruchslos. Ein Hund kann sie zehntausend Mal verdünnt sogar noch riechen. Das ist faszinierend.“

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