Sozialengagement

Lions Club Herbede-Sprockhövel hat jetzt eine Präsidentin

Fachärztin Dr. med. Ulrike Ignatowitz wohnt in Schee und gehört dem hiesigen Lions Club seit 2014 an.

Fachärztin Dr. med. Ulrike Ignatowitz wohnt in Schee und gehört dem hiesigen Lions Club seit 2014 an.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Dr. Ulrike Ignatowitz aus Schee ist die erste Präsidentin des Lions Clubs Herbede-Sprockhövel. Sie schätzt den Freundschaftscharakter des Vereins.

Der Lions Club Herbede-Sprockhövel feiert in diesem Monat eine Premiere: Mit Dr. Ulrike Ignatowitz wurde erstmal eine Frau zur Präsidentin ernannt. Die Sprockhöveler Fachärztin übernahm das Ehrenamt kürzlich in einem feierlichen Akt von ihrem Vorgänger Frank Pickhardt. Ulrike Ignatowitz, die in Schee wohnt, hat für die Dauer ihrer Präsidentschaft von einem Jahr ein Programm vorgelegt, das die von ihr geplanten Höhepunkte im Vereinsjahr auflistet.

Stadtjubiläum im Blickpunkt

„Schwerpunkt ist dabei das bevorstehende 50-jährige Bestehen Sprockhövels“, sagt Ignatowitz. So soll es gemeinsam mit Bürgermeister und Lions-Freund Ulli Winkelmann im August eine Stadtrundfahrt geben, Auftritte des Vereins beim Nach(t)schlag und beim Stadtfest, einen Vortrag über Sprockhövel von Stadtarchivarin Karin Hockamp und einen Besuch im umgebauten Bergbaumuseum in Bochum. Daneben hat die neue Präsidentin den Statuten des Lions Clubs gemäß einige informative Vortragsabende und Veranstaltungen organisiert – darunter über die Biologische Station des Ennepe-Ruhr-Kreises, „Schnuppergolfen“ und einen Ausflug in die Vulkaneifel.

Bernd Hölkeskampf öffnete Lions für Frauen

Bernd Hölkeskamp, der selbst 2013 Präsident in Sprockhövel war, freut sich über die Entwicklung des Clubs. „Unsere Mitgliederzahl liegt aktuell bei 33, und es schien mir damals schon geraten, die bis dahin männlich geprägte Sektion für Frauen zu öffnen.“ Mittlerweile find fünf weibliche Mitglieder unter den örtlichen Löwen, und die Präsidentschaft von Ulrike Ignatowitz wertet Hölkeskamp als gutes Signal für Interessierte.

Soziales Engagement hat sie überzeugt

Was hat die Medizinerin bewogen, in den Lions Club einzutreten? „Ich finde den Freundschaftsgedanken als sehr zentral“, sagt sie. Das soziale Engagement des Vereins, der vor rund 100 Jahren in Chicago aus der Taufe gehoben wurde, hat sie überzeugt – und dass bei völliger Neutralität gegenüber Politik und Religion. „Ich habe bei den Lions immer das Gefühl, dass soziale Projekte durch die starke Gruppe effektiv vorangebracht werden.“ Bis 2014 war sie Mitglied bei der Mülheimer Sektion, mit ihrem Umzug nach Schee wechselte sie auch bei den Lions, die hier zwar traditionell den Namen Herbede-Sprockhövel tragen, aber mittlerweile nur über ein einziges Wittener Mitglied verfügen.

Besondere Ehrung von Dr. Befelein

In der Stadt hat das Hilfswerk des Lions Clubs an vielen Stellen seinen Tatzenabdruck hinterlassen – beim Kinderzirkus des Ferienspaßes etwa, beim Bus für die Lebenshilfe und einer über zwei Jahre verteilte Spende zur Sanierung der Zwiebelturmkirche. Ein besonders aktives Mitglied des Lions Clubs Herbede-Sprockhövel wurde übrigens bei der Ämterübergabe an Ignatowitz geehrt: Dr. Klaus Befelein wurde zu dieser Gelegenheit vom Destrict-Governor mit Urkunde und Wimpel für 40-jährige Zugehörigkeit gewürdigt. „Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass er wesentlich zum heutigen Zustand des Clubs beigetragen hat“, so Hölkeskamp anerkennend.

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