Unfallschwerpunkt

Kreuzung Bochumer Straße in Sprockhövel wird neu bewertet

Der Kreuzungsbereich Bochumer Straße/South-Kirkby-Straße in Niedersprockhövel.

Der Kreuzungsbereich Bochumer Straße/South-Kirkby-Straße in Niedersprockhövel.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die Debatte um die Kreuzung Bochumer Straße in Sprockhövel geht weiter. Straßen NRW hat noch einmal den Verkehr zählen lassen.

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Auf Antrag der grünen Ratsfraktion legte die Verwaltung jetzt einen Sachstandsbericht zum Verkehrsknotenpunkt Bochumer Straße/South-Kirkby-Straße vor. Festgehalten werden kann, dass nun die Kreuzung doch wieder als Unfallhäufungsstelle gilt und eine neue Verkehrszählung veranlasst worden ist.

Derzeitige Ampelanlage nicht mehr reparabel

Besagte Kreuzung bleibt oben in der Agenda politischer Themen in Sprockhövel. Es gab Termine Repräsentanten aus Politik und Verwaltung vor Ort, Berichterstattung in dieser Zeitung, Stellungnahmen von den zuständigen Straßen NRW – und begleitend immer wieder Polizeimeldungen zu neuen Verkehrsunfällen an diesem neuralgischen Punkt. Dabei geht es nicht allein um eine veraltete und nicht mehr reparable Ampelanlage; im Sachstandsbericht der Verwaltung wurde deutlich, dass die Stadt die bei allen Überlegungen zur Problemlösung am Knotenpunkt den gesamten Verkehr in der Umgebung mitdenken will, das künftige Gewerbegebiet Auf dem Spähen und das geplante Neubaugebiet sollen ebenso berücksichtigt werden.

Turbokreisverkehr nicht umsetzbar

Ein beauftragtes Ingenieurbüro ist zum Schluss gekommen, dass die Neuplanung der Signalsteuerung im Bestand nicht mehr zu reparieren sei, die von der Verwaltung – und von den Bürgern – vorgeschlagene Kreisverkehrslösung jedoch ebenso wenig umgesetzt werden kann. „Als Gründe werden die Verkehrsstärken und eine besonders ausgeprägte Nord-Ost-Übereckbeziehung angeführt, es müssten drei zusätzliche Bypass-Fahrstreifen angelegt werden“, referierte Susanne Görner von der Verwaltung. Auch die Möglichkeit eines Turbokreisverkehrs wurde von dem Büro geprüft und auch wegen auftretender Probleme für Fußgänger und Radfahrer verworfen, für die eine völlig unabhängige Wegführung gebaut werden müsste – in Form von Fuß- und Radverkehrsbrücken, was aus Kostengründungen (bis zwei Millionen Euro für diesen Aspekt) vom Landesbetrieb abgelehnt wird.

Ausbau der Anlage mit neuer Signalsteuerung

Nun wird für ein höheres Sicherheitsniveau und eine Verbesserung der Sicherheit der umfangreiche Ausbau der Kreuzung und eine vollständig neu entwickelte verkehrsabhängige Signalsteuerung in den Blick genommen. Straßen NRW, so berichtete die Verwaltung, habe das Ingenieurbüro beauftragt, erneut Verkehrszählungen, diesmal an drei Tagen, durchzuführen, was Anfang Oktober stattgefunden habe. das Ergebnis steht noch aus.

INFO

Der Landesbetrieb Straßen NRW geht davon aus, dass das überarbeitete Gutachten bis Ende des Jahres vorliegt.

Es soll dann in der nächsten Verkehrsausschusssitzung im neuen Jahr vorgestellt werden.

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