Kinderbetreuung

Kita Bullerbü in Sprockhövel hat noch viel vor

Kai Vohwinkel (Vorstand Bullerbü), Thomas Alexander (Volksbank), Erzieher Martin Ebel (Bullerbü) und Mathias Wullstein (Stiftung, v.l.). Oben auf dem Schrank sitzen Emma und Julia.

Kai Vohwinkel (Vorstand Bullerbü), Thomas Alexander (Volksbank), Erzieher Martin Ebel (Bullerbü) und Mathias Wullstein (Stiftung, v.l.). Oben auf dem Schrank sitzen Emma und Julia.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.   Mehr als 2000 Euro hat die Volksbank für neue Spinde im Kindergarten Bullerbü in Sprockhövel gespendet.

In einem Kindergarten ist immer was zu tun. Im Hause Bullerbü sind es aktuell die Spinde der 28 Kinder, die dringend erneuert werden mussten. „Auslöser waren die Brandschutzanforderungen, die uns einige Änderungen aufgezwungen haben“, sagt Kai Vohwinkel. Er führt durch das schöne alte Haus an der Brinker Straße, in dem die drei Gruppen auf zwei Etagen untergebracht sind. Es ist sehr viel Holz in dem villenähnlichen Gebäude verbaut, das birgt Risiken. Sogar Bilder mussten abgehängt werden. Neue Stahlspinde für die Kinder sollen da entgegenwirken. Doch für die Elterninitiative, die die Einrichtung trägt und in deren Vorstand Kai Vohwinkel sitzt, bedeutete das eine Investition, die nur mit Hilfe zu stemmen war. Die benötigten 2378 Euro kommen nun von der Volksbank, Thomas Alexander und Mathias Wullstein haben den Scheck mitgebracht.

Kindergarten Bullerbü wird 25 Jahre alt

25 Jahre alt wird die Elterninitiative mit dem einem Buch von Astrid Lindgren entlehnten Namen Bullerbü. „Die Gründung 1994 war nicht Ausdruck von Unzufriedenheit mit den erzieherischen Qualitäten der städtischen konfessionellen Kitas in Sprockhövel“, betont Vohwinkel. „Eltern schauen zu allererst auf die angebotenen Betreuungszeiten“, weiß er. Und das Bullerbü-Angebot damals war neu: „Es gab in dieser Stadt keine 45-Stunden-Betreuung für Kinder unter drei Jahren“, sagt die Erzieherin Anna Tauchert, die immerhin schon seit 22 Jahren zum Team gehört. Seither ist die 45-Stunden-Gruppe stets gut gefüllt, beim 35-Stunden-Modell ohne Übermittagsbetreuung sind dagegen manchmal Plätze frei.

Gründung einer Waldkindergarten-Gruppe

Rund fünf Jahre nach der Gründung schaffte sich die Elterninitiative, die auf Achim Battenberg und Rita Miegel zurückgeht, ein Alleinstellungsmerkmal in Sprockhövel und gründete eine Waldgruppe. „Die Kinder dort werden morgens gebracht, ziehen sich um und verbringen konsequent ihren Tag im draußen, meist im Wald – und das bei Wind und Wetter“, berichtet Anna Tauchert. Einen eigenen Gruppenraum wie die Nordhof- und die Südhofgruppe haben die Waldkinder entsprechend nicht. Lediglich in Zeiten, wo Wälder nach größeren Sturmereignissen gesperrt sind, tollt diese Gruppe woanders in der Natur herum.

„Insgesamt ist die Nachfrage nach Plätzen in Bullerbü stetig gewachsen“, sagt Kai Vohwinkel zufrieden. Mittelfristig soll für eine weitere Gruppe eine Dependance in der näheren Umgebung hinzugemietet werden.

Eltern werden zur Mitarbeit verpflichtet

Es gibt Unterschiede zu den konfessionellen Anbietern und der Stadt: Wer sein Kind in der Brinker Straße anmeldet, wird neben dem monatlich zu entrichtenden Elternmitgliedsbeitrag auch zu Arbeiten an und in der Kita verpflichtet. „Unabhängig davon finanziert sich Bullerbü durch städtische Zuschüsse und durch Spenden wie jene der Volksbank“, sagt Vohwinkel. Bis jetzt hat dieses Modell die Einrichtung immer gut getragen.

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