Müllentsorgung

Illegal entsorgte Gartenabfälle schaden Sprockhöveler Wald

Durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen konnte sich unter anderem der giftige Riesenbärenklau, die Herkulesstaude, ausbreiten.

Durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen konnte sich unter anderem der giftige Riesenbärenklau, die Herkulesstaude, ausbreiten.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  In Sprockhövel wird so viel Grünschnitt illegal entsorgt, wie in keiner anderen Stadt des Ennepe-Ruhr-Kreises. Das hat Folgen für die Natur.

Sprockhövel ist unrühmlicher Spitzenreiter im Ennepe-Ruhr-Kreis. In keiner anderen Kreisstadt werde so viel Gartenabfall illegal im Wald und in Straßengräben entsorgt wie in Sprockhövel, beklagt Karina Birka von der Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung. Diese Unsitte schadet nicht zuletzt der Natur, erklärt die Expertin.

Vor allem Rasenschnitt landet allzu oft nicht auf dem eigenen Kompost oder in der Biomüll-Tonne, sondern in der Natur. „Damit kommt der Waldboden aber nicht zurecht, sondern geht kaputt. Das bringt dort alles durcheinander“, mahnt Birka. Wenn Straßengräben zugeschüttet würden, gebe es zusätzliche Probleme – zum Beispiel habe sich auf diese Weise auch der giftige Riesenbärenklau, einst Zierpflanze, massiv verbreiten können.

Verwertung in der Biogasanlage

Zudem ist der Rasenschnitt wertvolles „Futter“ für die Biogasanlage des Kreises in Witten. Dort wird Biomaterial innerhalb von 30 Tagen zersetzt. Durch diesen Prozess entsteht zum einen Energie, die 2500 Haushalte mit Strom versorgt und zum anderen Kompost. Der kann als Dünger für den eigenen Garten genutzt werden. Er wird regelmäßig kostenlos abgegeben.

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