Klimawandel

Grüne in Sprockhövel wollen den Klimanotstand ausrufen

Die Grünen in Sprockhövel wollen erreichen, das künftig keine Maßnahme der Stadt ohne Berücksichtigung der Klimafolgen durchgeführt wird. Foto:

Die Grünen in Sprockhövel wollen erreichen, das künftig keine Maßnahme der Stadt ohne Berücksichtigung der Klimafolgen durchgeführt wird. Foto:

Foto: dpa Picture-Alliance / Jochen Zick / picture alliance / Keystone

Sprockhövel.  Die Grünen in Sprockhövel rufen den Klimanotstand aus. Sie wollen die anderen Parteien im Rat für mehr Klimaberücksichtigung gewinnen.

Die Grünen-Fraktion hat in der Ratssitzung vom Donnerstag angekündigt, ähnlich wie in einigen anderen Städten Deutschlands in Sprockhövel im Herbst den Klimanotstand auszurufen, um der wachsenden Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen Ausdruck zu verleihen. „Man merkt in unseren Fachausschüssen immer wieder, dass nicht genügend Bewusstsein vorhanden ist, wie sehr wir auf eine vernünftigere Politik zugunsten des Klimas angewiesen sind“, sagt Grünen-Fraktionschef Thomas Schmitz.

Klimaschutz als wichtigste Querschnittsaufgabe

Das Ziel der Initiative ist es, dass Klimaschutzmaßnahmen als wichtigste Querschnittsaufgabe fortwährend präsent gehalten und in den Fokus der Aufmerksamkeit kommunalen Handelns gerückt werden. „Dies könnte in Sprockhövel folgendermaßen umgesetzt werden: Die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen müssen berücksichtigt und jene Entscheidungen bevorzugt behandelt werden, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen“, so die Ankündigung.

Beispiel: Bau einer Kindertagesstätte

„Aktuelles Beispiel könnte die Planung für eine neue Kindertagesstätte sein“, führt Schmitz aus. „Ein neues Gebäude muss nach unseren Vorstellungen grundsätzlich mit allen möglichen Klimaschutzaspekten ausgestattet werden.“ Die Grünen laden alle Parteien im Rat ein, sich dieser Initiative anzuschließen und eine gemeinsame Erklärung zum Klimanotstand auf den Weg zu bringen, die dann in der nächsten Ratssitzung im Herbst eingebracht werden könnte. Schmitz: „Nichts soll mehr ohne den Blick auf Klimafolgen beschlossen werden.“ Die Parteien bittet Schmitz um Rückmeldung bis spätestens zum 20. Juni.

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