Inklusion

Gesamtschule Sprockhövel gewinnt Förderpreis

Die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises hat einen Förderpreis für Inklusion gewonnen.

Die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises hat einen Förderpreis für Inklusion gewonnen.

Foto: Volker Speckenwirth

Sprockhövel.   Wilhelm-Kraft Schule und eine Herdecker Grundschule überzeugen mit Konzept für gemeinsames Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Haßlinghausen und die Gemeinschaftsgrundschule Werner-Richard in Herdecke haben den Förderpreis für Inklusion gewonnen, den das Regionale Bildungsnetzwerk des Ennepe-Ruhr-Kreises im Herbst des vergangenen Jahres ausgeschrieben hat.

Es ist ein Förderpreis mit einer klaren Funktion: Gefunden werden sollten Konzepte, die Inklusion, also das gemeinsame Leben und lernen von Menschen mit oder ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, fördern. Zahlreiche Schulen im Kreisgebiet fühlten sich von der Ausschreibung angesprochen und reichten ihre Vorschläge für besseres gemeinsames Lernen ein. „Die Schulen, die sich beworben haben, haben tatsächlich verschiedene inklusive Ansätze und praxisnahe Lösungen präsentiert“, lobte Landrat Olaf Schade bei der Ehrungsveranstaltung im Schwelmer Kreishaus. Die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule sowie die Herdecker Grundschule erhalten jeweils eine Prämie in Höhe von 1500 Euro. Die Entscheidung wurde von einer fünfköpfigen Jury getroffen. Insgesamt hatten sich zehn Schulen aus Sprockhövel, Ennepetal, Gevelsberg, Herdecke, Schwelm, Wetter und Witten beteiligt. „Für die Premiere ist das in unseren Augen eine sehr gute Bilanz, schließlich galt es mit der Bewerbung umfangreiche Informationen zu liefern“, sagte Britta von den Höfel-Ziffus vom Regionalen Bildungsbüro.

Ziel ist die inklusive Schule

In den umfangreichen Beschreibungen ihrer Konzepte liefern die beiden siegreichen Schulen ebenso wie alle anderen zahlreiche Ideen und Ansatzpunkte für einen inklusiven Schulalltag. Unter den Stichworten wie Organisation des Unterrichts und individuelle Förderung, Personal und Unterrichtsgestaltung, Kooperationen mit externen partnern und gemeinsame außerschulische Aktivitäten findet sich nach Ansicht der Jurymitglieder einiges, was für alle Schulen zur Nachahmung empfohlen wird. „Entdeckt haben wir Projekte, die eine Willkommenskultur des Miteinanders aufweisen, Vielfalt wertschätzen und Barrieren für Lernen und Teilhabe erkennen und abbauen“, berichtet Britta von den Höfel-Ziffus. Damit sie zu einem Mehrwert für möglichst viele Schulen und Schüler im Ennepe-Ruhr-Kreis werden, habe man anlässlich der Preisverleihung alle Bewerbungen in einem Heft zusammengefasst, so Britta von den Höfel-Ziffus. Das Heft wird auch an die Inklusionsfachberater im Schulamt des Kreises weitergeleitet. Die können es für ihre Aufgabe, Lehrkräfte auf dem Weg zur inklusiven Schule zu unterstützen, einsetzen.

Ausgangspunkt der Ausschreibung des Förderpreises war eine Leitlinie der Unesco-Kommission, die lautet: „Inklusion im Bildungsbereich bedeutet unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen: Allen Menschen ist es möglich, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben