Musik

Generationzwei aus Sprockhövel reitet Neue Deutsche Welle

„David Bowie“ heißt die vierte Single, die das Sprockhöveler Duo „Generationzwei“ – Jonas Klein und Lukas Schwermann –  veröffentlicht hat. Foto:

„David Bowie“ heißt die vierte Single, die das Sprockhöveler Duo „Generationzwei“ – Jonas Klein und Lukas Schwermann – veröffentlicht hat. Foto:

Foto: Mightkillya

Sprockhövel  Jonas Klein und Lukas Schwermann haben als „Generationzwei“ ihre vierte Single veröffentlicht mit dem Titel „David Bowie“.

. Im Regal liegen alte Fotokameras, auf dem Boden eine Art Perserteppich, neben dem Fernsehtisch steht ein Plattenspieler. Im Hintergrund laufen die Beatles in Dauerschleife. „Die wohl objektiv betrachtet beste Band ever“, scherzt Lukas Schwermann. Dass Jonas Klein und Lukas Schwermann eine nostalgische Ader haben, hat sich auch musikalisch durchgesetzt. Mit der „Generationzwei“ machen sie Neue-Deutsche-Welle-Musik. Kürzlich kam die vierte Single der Sprockhöveler Jungs raus. „David Bowie“ ist nicht nur ihr bester Song – er ist auch schwierig in eine Schublade zu schieben. „Wir sind gespannt wie er ankommt.“

Schon als Schüler zusammen Musik gemacht

Die beiden kennen sich schon von der Schule und haben immer viel Musik zusammen gemacht, Coverbands gegründet und wieder aufgegeben. In einer Coverband spielen sie immer noch zusammen, aber mittlerweile gibt es eben auch die Band mit der eigenen Musik – die „Generationzwei“. Die besten Ideen kommen einem ja bekanntlich in der Kneipe – so auch im Sommer 2017. „Ich hab gesagt, vielleicht machen wir mal etwas Unerwartetes“, erzählt Klein. Es sollte etwas sein, dass man direkt zeigen kann. Was genau das werden sollte, war den beiden damals selber noch gar nicht klar. Was aber klar war: Dieses Etwas brauchte auf jeden Fall einen starken Namen. Dafür haben sie wahllos Wörter mit Zahlen kombiniert.

Erster Song ließ ein Jahr lang auf sich warten

„Das ist irgendwann ausgeartet, und wir haben uns gegenseitig nur noch nicht ganz ernst gemeinte Ideen an den Kopf geworfen“, sagt Schwermann. Ein Kandidat war „Raviolipop“, an den Rest können sich die beiden nicht mehr richtig erinnern. Eins aber blieb hängen: „Generationzwei“. Den ersten Song gab es dann erst ein Jahr später. „Lass mal einen ,Generationzwei’-Song machen“ war schon eher ein Running Gag – und dann gab es auf einmal wirklich einen. Der Stil der Neuen Deutschen Welle hat es ihnen angetan. „Das ist das, was gerade rausgekommen ist – wir haben es einfach gefühlt“, erinnert sich Schwermann. Das Aufregende an ihrem jüngsten Projekt ist der Gesang auf Deutsch. Es fühle sich anders an, „man kann viel mehr damit spielen.“

Label „Mightkillya“ wurde auf sie aufmerksam

Die Musik ist kantig: „Entweder man liebt es oder man hasst es.“ Im Umfeld kommt ihr neues Projekt ganz unterschiedlich an – vor allem, weil frühere Projekte sich eher um nischige Rockmusik gedreht haben und ihnen Schlager noch vor ein paar Jahren nie in den Sinn gekommen wäre. ,Schwermann, was ist los, hast du deine Seele verkauft?’, habe ihn letztens ein Freund im Supermarkt gefragt, erzählt Lukas. Über Bekannte rutschte „Generationzwei“ in Auftritte und Vorprogramme rein. Dabei wurde das Bochumer-Sprockhöveler Label „Mightkillya“ auf sie aufmerksam. „Das war alles eher eine merkwürdige Verkettung von Glücksfällen“, findet Schwermann.

Plötzlich ein Teil der Musikwelt

Erstes Musikvideo, Veröffentlichung der ersten Single, Radiopremiere und Band-Image folgten – und hoben die Musik auf ein neues Level. „Plötzlich war man Teil dieser Musikwelt, die man sonst immer nur von außen bewundert und wertgeschätzt hat.“ Mit diesem Schritt haben sie dann etwas geschafft, was sie selbst nicht erwartet hätten – Anspruch erfüllt.

INFO

Wer Jonas Klein und Lukas Schwermann live erleben möchte, sollte sich diesen Termin notieren: Am Freitag, 14. Juni, tritt „Generationzwei“ um 23 Uhr im Schumacher Club in Bochum auf, Kurt-Schumacher-Platz 1.

Seit vergangenen Montag gibt es auf Youtube das neueste offizielle Musikvideo von „Genera-
tionzwei“ – „David Bowie“. Dieser wie auch die anderen Songs der Band werden auf Deutsch gesungen.

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