Feuerwehreinsatz

Feuerwehr und Nachbarn retten 98-jährige Sprockhövelerin

Auch weil sich die Nachbarn vorbildlich verhielten und sofort die Feuerwehr alarmierten, konnte eine Seniorin am frühen Mittwochmorgen aus ihrer verqualmten Wohnung gerettet werden.

Auch weil sich die Nachbarn vorbildlich verhielten und sofort die Feuerwehr alarmierten, konnte eine Seniorin am frühen Mittwochmorgen aus ihrer verqualmten Wohnung gerettet werden.

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die Freiwillige Feuerwehr Sprockhövel hat am früheren Mittwochmorgen eine 98-jährige Seniorin aus ihrer völlig verqualmten Wohnung befreit.

Durch vernünftiges Verhalten der Nachbarschaft und einen raschen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Sprockhövel konnte am Mittwochmorgen das Leben einer Seniorin gerettet werden. Was sich in aller Frühe in der Wohnung der 98-jährigen Frau ereignet hatte, konnte nach dem Feuerwehreinsatz am Brelo unweit der früheren Firma Hausherr in Niedersprockhövel recht einfach rekonstruiert werden.

Thermoskanne auf den heißen Herd gestellt

Die alte Dame hatte bei den Vorbereitungen zum Frühstück noch vor 6 Uhr eine Kunststoff-Thermoskanne auf eine erhitzte Herdplatte gestellt. „In der Folge entstand durch die verschmorende Kanne Qualm, der sich in der Wohnung ausbreitete“, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Jochen Neuhaus.

Strenger Geruch und Rauchmelder

Die überaus aufmerksamen Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus nahmen bald die strengen Gerüche wahr, vernahmen das Signal des Rauchmelders und alarmierten umgehend die Feuerwehr, die mit insgesamt 35 Einsatzkräften aus Niedersprockhövel, Haßlinghausen und Obersprockhövel anrückte. „Unser Alarm-Stichwort war Wohnungsbrand, und wir konnten auch wenige Minuten später vor Ort sein“, sagt Neuhaus.

Seniorin kann Wohnungstür nicht öffnen

Das Problem: Die Seniorin war aufgrund des immer dichter werdenden Qualms nicht in der Lage, ihre Wohnung im ersten Obergeschoss zu verlassen. „Sie stand hinter der Wohnungstür, war wohl in Panik geraten und fand den Schlüssel nicht, mit dem sie abgeschlossen hatte“, so der Einsatzleiter.

So brachen die Feuerwehrleute die Tür auf und befreiten die die alte Dame. Nach kurzer notärztlicher Versorgung wurde sie mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Evangelische Krankenhaus in Hattingen gebracht.

Lob der Feuerwehr für Nachbarn

Die Kaffeekanne wurde entfernt und mit Intensivlüftern der Rauch aus der Wohnung und dem Treppenhaus geblasen. „Unser großes Lob gilt den Nachbarn“, sagt Einsatzleiter Neuhaus, „ohne sie und unser schnelles Handeln hätte die Seniorin dieses Ereignis wohl nicht überlebt.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben