Stadtfest

Eine große Party von Sprockhövelern für Sprockhöveler

Der Himmel war bislang meistens bedeckt, der Laune tat das aber auf dem 25. Stadtfest in Niedersprockhövel keinen Abbruch.

Der Himmel war bislang meistens bedeckt, der Laune tat das aber auf dem 25. Stadtfest in Niedersprockhövel keinen Abbruch.

Foto: Manfred Sander

Sprockhövel.  Die 25. Auflage des Stadtfestes in Sprockhövel ließ allein beim Wetter etwas zu wünschen übrig. Das Programm begeisterte aber wieder die Gäste.

Wohin geht ein Sprockhöveler oder eine Sprockhövelerin jedes Jahr? Was ist eine lange gepflegte Tradition, die auch von den abgewanderten Freunden oder ehemaligen Nachbarn noch heute als fester Termin im Kalender steht: Die Jubiläumsausgabe des Stadtfestes entlang der Hauptstraße – rauf und runter: Beobachtet man das bunte Treiben auf der Partymeile, begegnen einem schnell vertraute Gesichter.

Plausch mit Bekannten und Freunden

Hat man sich nach dem Flanieren und aufmerksamen Sichtung aller Attraktionen und Stände schließlich für eine Ecke entschieden, hat man meistens schon einen großen Teil des Festes mitbekommen und die ersten Unterhaltungen geführt, gemeinsam mit seinen Freunden Halt gemacht an einem der gastronomischen Gelegenheiten und dort etwas getrunken oder gegessen. „Als Alt-Sprockhövelerin ist klar, dass wir heute auf dem Stadtfest sind“, sagt Iris Daubertshäuser. Gemeinsam mit einer Freundin hatte sie in der Nähe der Zwiebelturmkirche bei den Gartenfreunden Platz genommen. „Hier trifft man immer ein bekanntes Gesicht, fühlt sich wohl.“

Lob für die Vielfalt an guter Musik

Aber dennoch habe sich das Stadtfest seit seinen Anfangstagen deutlich verändert – die Stimmung sei damals noch entspannter gewesen, meint sie. Eines war an diesem Wochenende zum 25-jährigen Jubiläum des Stadtfests aber klar, ohne Unterbrechung ist es eigentlich für keinen möglich über das Fest zu spazieren: Sind es nicht Freunde, Bekannte oder Nachbarn, die einen zum Plausch an einen der Getränkestände ziehen, sind es besonders die Attraktionen am Rande. Sei es beim Stöbern in den bis spät geöffneten Geschäften, Besonderheiten wie die Modenschau der Mode-Boutique „Mode pro te“ oder den vielseitigen Musikangeboten auf den einzelnen Bühnen entlang der Hauptstraße. Je nachdem, wann man das Fest besuchte, gab es so einiges an guter Musik zu hören.

Sprockhöveler schwelgen in Erinnerungen

Zum Auftakt des Festes am Samstagmittag zeigte der Shantychor mit seinen schönen Klängen sein Können, am Abend rockte dann das Blues-Quintett EZB um den Sänger Lukas Schwermann auf der Bühne auf Höhe vom Pflegedienst Dahlhaus und zog eine breite Schicht an Besucherinnen und Besuchern an. Mit ihrem Auftaktcover „Oh Pretty Woman“ (aus dem Original 1964 von Ray Orbison) sorgten sie bereits zu Beginn für gute Stimmung. Aber nicht alle waren mit dem diesjährigen Angebot zufrieden. „Früher war die Mischung besser, man bekommt auch nicht so viel mit, wer spielt“, findet Regine Waskönig. Gemeinsam mit Freunden ist sie an diesem Abend auf dem Stadtfest. Wie jedes Jahr ist die gebürtige Sprockhövelerin hier, blickt auf viele tolle Erinnerungen zurück. „Mittlerweile lebe ich in Herbede, komme aber dennoch jedes Jahr gerne wieder“, sagt sie weiter.

Auch ein Fest für Kinder

Aber nicht nur für die großen Besucherinnen und Besucher gab es viel zu bestaunen und auszuprobieren. Vom allgemeinen Spielangebot bis hin zum Bungee-Trampolinspringen: Bis in die späten Stunden waren Eltern mit ihren Kindern auf dem Fest unterwegs und nutzten gerne die verschiedenen Möglichkeiten. Von vielen nicht bewusst wahrgenommen, hatten sich die Organisatoren von der WIS zu diesem Stadtfest einiges Neues überlegt. Besonders im Blick – die Vermeidung von Plastik und Müll. „Wir haben beispielsweise Besteck aus Maisstärke, arbeiten eng mit der AHE zusammen“, erzählt Sebastian Spielhagen, zweiter Vorsitzender der WIS. Zudem seien ansonsten wiederverwendbare Hartplastik-Becher im Einsatz.

Kein VIP-Empfang, sondern Bürgerfest

Mit dem Fest zeigte er sich sehr zufrieden besonders im Hintergrund der vorab schlechten Wettervorhersagen. Was für ihn das Besondere am Stadtfest sei, ist leicht und schnell beantwortet: Die Sprockhöveler! „Zu unserem Jubiläum standen Überlegungen im Raum, einen VIP-Empfang zu machen, aber das ist nicht unser Gedanke“ meint Spielhagen. „Das Fest ist ein großes Mehr, ein großes Familienfest von und für alle Sprockhövelerinnen und Sprockhöveler und genau das macht es doch aus.“ Für wen der Feiertrubel am Abend zu viel war, kann sich am Sonntagnachmittag noch über geöffnete Läden freuen. Zwischen 13 und 18 Uhr öffnen die Läden und laden zum entspannten Einkauf ein.

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