Ehejubiläum

Die Herzen der Lilienthals schlagen für die Musik

Helmut und Ruth Lilienthal aus Sprockhövel feiern am 16. Juli ihre Eiserne Hochzeit, sie sind 65 Jahre verheiratet.

Helmut und Ruth Lilienthal aus Sprockhövel feiern am 16. Juli ihre Eiserne Hochzeit, sie sind 65 Jahre verheiratet.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Helmut und Ruth Lilienthal aus Sprockhövel feiern heute Eiserne Hochzeit. Aus ihrem aktiven Leben ist die Liebe zur Musik geblieben.

Die Kultur war Helmut Lilienthal ein Leben lang der schöne Ausgleich für seinen Beruf als Werkmeister in der Haßlinghauser Firma Busch. Seine Liebe zu Musik und Gesang hat seine Ehefrau Ruth immer geteilt – 65 Jahre lang, heute feiern sie ihre Eiserne Hochzeit.

Zusammen die Welt bereist

Kennengelernt haben sich der gebürtige Haßlinghauser und die Wuppertalerin von der Schmiedestraße, da war sie gerade 14 und er 18 Jahre alt. „Noch nichts Ernstes am Anfang, aber wir haben uns auch nicht aus den Augen verloren“, sagt Helmut Lilienthal, der heute 89 Jahre alt ist. Er als gelernter Maschinenschlosser und sie als Verkäuferin genossen die gemeinsame Zeit, indem sie die schönen Flecken der Welt bereisten; die Kanarischen Inseln waren darunter, Teneriffa und Lanzarote, aber auch Ziele an der Ostsee und Städtereisen.

Mit 30 wurde er Mitglied beim MGV Obersprockhövel

„Doch die Gesundheit hat nachgelassen und wir möchten nicht das Risiko eingehen, irgendwo im Ausland auf ärztliche Hilfe angewiesen zu sein“, das Ruth Lilienthal. Die andere große Leidenschaft der Lilienthals ist die Musik. Mit 30 Jahren ist Helmut Lilienthal Mitglied des MGV Obersprockhövel geworden. Als die Mitgliederzahlen stetig sanken, gehörte er zu den Initiatoren der Chorgemeinschaft Sprockhövel, in der ehedem eigenständige, aber schrumpfende Chöre zusammenfanden.

2001 bekommt er den CDU-Kulturpreis

„In beiden Chören war ich gute zehn Jahre Vorsitzender“, berichtet der Ehejubilar, der diese Zeit als erfüllend beschreibt. Wer solch wichtige Ehrenämter bekleidet, ist früher oder später auch auf anderer Ebene interessant – so war Helmut Lilienthal auch sachkundiger Bürger im Kulturausschuss. Eine besondere Ehre ist es noch heute für ihn, dass er 2001 den CDU-Kulturpreis erhielt für sein Engagement auch als Vorsitzender des Stadtkulturrings. „Vor sieben Jahren habe ich aufgehört zu singen, obwohl ich gerade die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in den Chören immer sehr geschätzt habe“, sagt er.

Fernsehen ersetzt heute das Erleben von Musik

Das Fernsehen öffnet dem Ehepaar nun häufiger das Fenster zur Welt, „wir verpassen kaum eine Musiksendung“, sagt Ruth Lilienthal. Und so haben sie es sich gemütlich eingerichtet in ihrem Haus an der Zechenstraße, verbringen möglichst viel Zeit im hübsch gepflegten Garten.

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