Integration

Bürgerhaus in Sprockhövel soll Treppenlift bekommen

Die Diskussion um die Barrierefreiheit im Bürgerhaus in Niedersprockhövel ist schon alt. Jetzt zeichnen sich Lösungen ab.

Die Diskussion um die Barrierefreiheit im Bürgerhaus in Niedersprockhövel ist schon alt. Jetzt zeichnen sich Lösungen ab.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.  Das Bürgerhaus in Sprockhövel soll nun barrierefrei werden. Die Stadt schlägt nach langer Prüfungsphase die Lösung eines Treppenlifts vor.

Die Forderung nach Barrierefreiheit im Bürgerhaus ist fast so alt wie Sprockhövel selbst. Besonders Dampf haben der Senioren- und auch der Behindertenbeirat in dieser Sache gemacht. Nun stellte die Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGS) technische Möglichkeiten vor, wie Gehbehinderte auch in die oberen Etagen gelangen können.

Mehrere Varianten geprüft

Technisch geprüft wurde, ob ein Treppenlift ins Gebäude integriert oder ein Außenaufzug an der rechten Giebelseite angebracht werden könnte. ZGS-Chef Ralph Holtze stellte im Betriebsausschuss Vorteile und Nachteile beider Varianten vor. „Um die Räume der Volkshochschule und den Allgemeinraum in der ersten Etage erreichen zu können, kann hier ein Treppenlift eingebaut werden“, sagte Holtze. Die Gesamtschätzung liegt nach seiner Berechnung bei 35.000 Euro. Es würde hier eine Bühne errichtet, auf der entweder ein Rollstuhl oder auch ein Rollator mit Klappstuhl für die gehbehinderte Person eingerichtet ist. „Große bauliche Veränderungen sind hierbei nicht notwendig“, so Holtze. Das Erreichen der Musikschule im Dachgeschoss sei mit dem Treppenlift indes nicht möglich, da es sich in dieser Etage um schmale Holztreppenläufe handele, informierte der ZGS-Chef, der eine klare Empfehlung für diese Variante aussprach.

Außenaufzug würde sehr teuer

Die Gesamtkostenschätzung für den Außenaufzug belaufen sich auf rund 100.000 bis 120.000 Euro, da für diese Variante große bauliche Veränderungen stattfinden müssten. Der Allgemeinraum würde sich hierdurch von rund 50 auf 31 Quadratmeter verkleinern. Auch der Musikgruppenraum würde schrumpfen müssen und wäre wegen der Dachschrägen nicht mehr als Gruppenraum nutzbar. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stünde in keiner Relation zueinander“, bilanzierte Holtze.

Vorschlag der Freien Wähler MiS

Die Freien Wähler MiS schlugen als Alternative zu den beiden Varianten einen innenliegenden Aufzug vor, was der ZGS-Chef jedoch ablehnte: „Wir haben auch das geprüft und festgestellt, dass es sich nicht mit den Erfordernissen an Platz für Flucht- und Rettungswege sowie den Brandschutz verträgt.“

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