Theater

Allein in der Sauna mit Schnick-Schnack in Sprockhövel

Das neue Theaterstück der Theatergruppe Schnick-Schnack „Allein in der Sauna“ mit Thomas Schwoerer-Böhning wurde Freitag uraufgeführt. Foto:

Das neue Theaterstück der Theatergruppe Schnick-Schnack „Allein in der Sauna“ mit Thomas Schwoerer-Böhning wurde Freitag uraufgeführt. Foto:

Foto: Manfred Sander

Sprockhövel.  Die Theatergruppe Schnick-Schnack in Sprockhövel hat am Wochenende das Solo-Stück „Allein in der Saune“ mit Thomas Schwoerer-Böhning aufgeführt.

„Ich bin kein Schwein, ich bin nur ein Mann.“ Diese Botschaft möchte Thomas Schwörer-Böhning seinen Zuschauern heute Abend offenbar mitgeben. Er ist der Star, die One-Man-Show „Allein in der Sauna“ der Theatergruppe Schnick-Schnack feierte im Gemeindehaus am Perthes-Ring Premiere. Obwohl die Pointen zeitweise vollgestopft waren mit Klischees, war es dennoch – vor allem dank der Leistung des Schauspielers – ein Vergnügen zuzusehen.

Nachdenken über die Beziehung von Mann und Frau

Karl-Heinz König, genannt Kalle, ist 40 Jahre alt und ein erfolgreicher Geschäftsmann. Seine Frau Susanne ist wunderschön, sie haben zwei gesunde Kinder. Doch während eines Besuchs in der Sauna zeigt er, dass nicht alles ideal ist in seinem Leben. Kalle beginnt nachzudenken. Vor allem die Beziehung zwischen Mann und Frau beschäftigt ihn sehr.

„Allein in der Sauna“ ist ein Stück mitten aus dem Leben, es kommt den meisten bekannt vor.

Schlichte Kulisse mit Liegestuhl

Ebenso simpel wie die Thematik ist auch die Kulisse: Ein Liegestuhl aus Holz, eine Schnapsflasche, Palmen. Im Hintergrund tönt entspannte Musik. Mit einem Handtuch um den Hüften und nacktem Oberkörper tritt Schwörer-Böhning auf die Bühne. Er zieht sich einen grauen Bademantel über und macht es sich auf der Liege gemütlich. Da klingelt sein Telefon. Freund Torsten ist’s, der den Männerabend für heute absagt. Kurz darauf meldet sich Sohn Marco. „Nein, eine Sauna ist nicht wie der Ofen bei Hänsel und Gretel“, muss Kalle erklären. Nun soll er ihm auch noch ein Schlaflied singen. Kalle stimmt das Steigerlied an, das Publikum steigt ein.

Darsteller wollte immer schon mal ein Solo-Stück

Die Auswahl des Stücks hat Schwörer-Böhning nicht allein getroffen. Regisseurin Marion Zabel erklärt: „Jeder kann in unserer Theatergruppe ein Projektstück vorschlagen.“ Ihr Schauspielkollege habe den Wunsch gehabt, einmal alleine auf der Bühne zu stehen. Trotz der Routine sei solch eine Aufführung immer sehr aufregend für alle Beteiligten. „Wir beide sind nochmal die wichtigsten Schlagwörter durchgegangen. Damit es ja keinen Texthänger gibt.“ Trotz Solo-Auftritts ist die Vorführung nicht eintönig. Schwörer-Böhning läuft immer wieder umher, gestikuliert, er ist enthusiastisch.

Die Analogie des Theaterstücks ist klar: So nackt sie sich beim Saunabesuch machen muss, so sehr entblößt die Hauptfigur ihre Gefühlswelt vor den Zuschauern.

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