Ehrenamt

Würgendorfer Sportplatz soll Mehrgenerationen-Platz werden

So soll der Sportplatz aussehen.

So soll der Sportplatz aussehen.

Foto: Manuela Nossutta / Planung: Verein

Würgendorf.   Engagierte Bürger gründen Förderverein und wollen aus dem Sportplatz einen Spielplatz für jedermann machen. Nun entscheidet der Rat darüber.

Sie wollen einen Platz schaffen, an dem Alt und Jung eine gute Zeit miteinander verbringen können: Der neue Förderverein Mehrgenerationensportplatz Würgendorf möchte den alten Sportplatz aufhübschen. Für die Umgestaltung sind rund 100.000 Euro angesetzt. Die Politik wird Anfang Mai darüber abstimmen.

Wie ist die Situation aktuell?

Der Tennenplatz müsste laut Verwaltung „sicherlich in den nächsten Jahren saniert werden“. Seit der SuS Viktoria Würgendorf den Spielbetrieb eingestellt hat, wird das Gelände hauptsächlich von Leichathleten genutzt. Es gibt eine 100-Meter-Tartanbahn mit Sprunggrube sowie eine 400 Meter lange Laufbahn. Zwischenzeitlich nutzt der Fußballverein Gurbetspor mit zwei Mannschaften den Platz zum Trainieren und den Spielbetrieb.

Was ist für die Zukunft geplant?

Das Ziel ist, den gesamten Ort und die verschiedenen Generationen mehr miteinander zu verbinden. Angesprochen werden sollen zukünftig Fußballbegeisterte, Basketball-Liebhaber, Biker, Fitnesssportler und auch Kinder und Senioren. Es soll außer den bestehenden Anlagen zukünftig eine Doppelseilbahn sowie eine Rutsche geben. Sie sind neben der Tartanbahn vorgesehen. Im Inneren der 400-Meter-Laufbahn sollen zwei unterschiedlich große Spielfelder sowie ein Basketballfeld entstehen. Ebenfalls dort angesiedelt werden sollen ein Skate-Parcours und zwei Boccia-Plätze. Auf dem restlichen Gelände sind in einer Ecke Fitness- und Bewegungsgeräte angedacht. Im hinteren Bereich der Anlage ist ein Fahrrad-Parcours denkbar. Auch ein Grillplatz ist geplant.

Wer setzt sich dafür ein?

Würgendorfer Bürger überlegen seit einigen Jahren, wo sie einen Treffpunkt für alle Generationen errichten können, so die Verwaltung. Aus diesen Überlegungen sei die Idee entstanden, den Sportplatz umzunutzen. Er biete sich aufgrund der Lage und der bereits vorhandenen Ausstattung gut an. Der entsprechende Förderverein besteht aus einem Vorstand mit sieben Mitgliedern und hat sich in einer Sitzung im November des vergangenen Jahres eine Satzung gegeben. Offiziell beim Amtsgericht Siegen eingetragen ist der Verein seit Anfang April.

Nach Aussage des Vereins haben sich zudem mehr als 30 Dorfbewohner verbindlich dafür gemeldet, sich an den Arbeiten zu beteiligen. Sie wollen sich für die Betreuung des Projekts und die anschließende Pflege des Platzes einsetzen.

Was halten die bisherigen Nutzer davon?

Die Planungen sind mit dem Fußballverein abgestimmt. Derzeit wird geprüft, ob der Verein seine Punktspiele nach der Umwandlung auf einem anderen Sportplatz austragen kann. Das Training könne erstmal weiterhin in Würgendorf stattfinden.

Wie geht es weiter? Wer finanziert das Projekt und setzt es um?

Die Planungen sind relativ weit fortgeschritten: Detaillierte Angebote für die Umsetzung einzelner Elemente sowie Kostenkalkulationen für notwendige Unterbauten, das Anlegen von Außenanlagen und die Errichtung von Podesten sind eingeholt. Ob das Projekt umgesetzt werden darf, entscheidet die Burbacher Politik. Die Verwaltung steht dem Vorschlag offen gegenüber: „Die wesentlichen leichtathletischen Anlagen bleiben erhalten und der komplette Platz erhält eine Aufwertung und Nutzungsverbesserung“, schreibt Fachbereichsleiter Thomas Leyener dazu in der Vorlage für den Rat.

Der Verein benötigt eine Summe von rund 100.000 Euro, um den Platz umzugestalten. Das Projekt soll durch einen Leaderantrag finanziell unterstützt werden – mit den Verantwortlichen bestehe ein enger Austausch. Den notwendigen Eigenanteil will der Verein selbst erwirtschaften. Sollte der Rat der Umsetzung zustimmen, erfolgt die tatsächliche Umsetzung in enger Abstimmung mit der Verwaltung.

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