Ferienaktion

Waldritter Siegen auf geheimer Mission im Tiergarten-Wald

Die Waldritter sind auf einer Mission: Sie versuchen einen verfluchten Schatz zu verstecken

Die Waldritter sind auf einer Mission: Sie versuchen einen verfluchten Schatz zu verstecken

Foto: Jana Wehmann

Siegen.   Sieben Jugendliche nehmen an der Abenteuer-Spielewoche des Vereins Waldritter teil. Das Konzept basiert auf Rollenspielen und Erlebnispädagogik.

Tief im Wald sind die Waldritter unterwegs. Sie reisen von Dorf zu Dorf, bis sie plötzlich einen Schatz finden. Die Freude ist groß, bis sie merken, dass der Schatz verflucht ist. Er bringt die negativen Eigenschaften in einer Person hervor. „Wir müssen den Schatz loswerden“, sagt Oskar Richter, „Wir müssen ihn ganz tief im Wald in einer anderen Welt vergraben.“ Den Schatz verstecken, das ist das Ziel des letzten Tages am 17. April 2019 der Abenteuer-Spielwoche des Vereins Waldritter Siegen.

Die sieben Jugendlichen tauchen in ihre eigene Welt ein, sie spielen verschiedene Rollen. Die Waldritter sind in der Ferien Abenteuer-Spielwoche eine Bauerngruppe. „Wir sind Jäger, Heiler, Schreiner oder auch Dorfwächter“, sagt Eric Saahs.

Das Konzept

Der Verein Waldritter setzt auf ein erlebnispädagogisches Konzept, bei dem sich die Teilnehmer wöchentlich oder als Ferienaktion für rund zweieinhalb Stunden im Historischen Tiergarten in Weidenau treffen. Durch die Rollenspiele erleben die Kinder und Jugendlichen ein besonderes Abenteuer. „Sie setzen sich mit den verschiedenen Figuren auseinander und bekommen einen Blick für die verschiedenen Perspektiven“, sagt Dennis Lange vom Verein Waldritter Siegen.

Um den Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche und spannende Rollen zu bieten, entwickelt Dennis Lange verschiedene Geschichten. „Die

Themen sind sehr unterschiedlich. Manchmal geht es um Ritter, manchmal geht es aber auch um Elfen. Neulich hat eine Hexe ihren Zauberstab verloren“, erklärt der Literaturwissenschaftler. Je nachdem, wie viele Kinder und Jugendliche teilnehmen, teilt Dennis Lange die Gruppe auf. „Es gibt dann ein Programm für Kinder von sechs bis zehn Jahre und eins für Jugendliche von elf bis 16 Jahre.“

Das Ziel

„Unser Hauptziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen lernen, wie man Dinge gemeinsam löst und wie man auf einander Rücksicht nimmt“, sagt Dennis Lange. Der gegenseitige Respekt und das Wahrnehmen der Gefühle des Gegenübers stehen dabei im Fokus. „Gerade weil viele von unseren Teilnehmern normal viel Zeit vor dem Computer verbringen, ist es schön zu sehen, wie sie in der Gruppe aufgehen“, so der 42-Jährige.

Das zweite Ziel sei, die Natur kennenzulernen. Denn die Waldritter treffen sich zu jeder Jahreszeit. „Die Jugendlichen sollen lernen, wie sich die Natur verändert“, sagt Dennis Lange, „Und dass sie sorgsam mit ihrer Umwelt umgehen müssen. Wir achten darauf, dass sie kein Bonbon-Papier im Wald verlieren und bringen ihnen auch den Umgang mit den Tieren bei.“

Die Teilnehmer

Viele nehmen nicht zum ersten Mal an einer Aktion des Vereins teil. Lucas Volke ist seit 2010 ein Teil der Waldritter. Eric Saahs besucht seit 2015 Jahren die Gruppe und ist inzwischen ein Jung-Teamer. „Man entflieht quasi dem Stress des Alltags“, sagt der 14-jährige Oskar Richter. Die sieben Jugendlichen sind mit der Wahl, ein Waldritter zu sein, und der Geschichte mehr als zufrieden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben