Technik

Smart City Siegen: Vodafone installiert Maschinennetz

Eine Straßenlaterne, die an das Internet angeschlossen ist, soll mit Sensoren erfassen, wo es noch freie Parkplätze gibt.

Eine Straßenlaterne, die an das Internet angeschlossen ist, soll mit Sensoren erfassen, wo es noch freie Parkplätze gibt.

Foto: Fabian Sommer

Siegen.   Kommunikationsnetz für intelligente Geräte: Vernetzte Laternen sollen für Siegener Parkplätze finden, sprechende Stromzähler Ablesen erleichtern.

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In Siegen funkt ab sofort das neue Maschinennetz von Vodafone. Sprechende Stromzähler und intelligente Straßenlaternen machen Siegen zur Smart City, bis September funkt die Technologie in ganz Deutschland.

Immer mehr Geräte und Gegenstände senden Daten über das Internet. Von smarten Uhren über Fahrräder, Autos bis zu Stromzählern und Industriemaschinen. Solche vernetzten Geräte werden immer häufiger von Unternehmen und städtischen Dienstleistern genutzt, um beispielsweise Ausleseprozesse für Mitarbeiter und Endkunden zu vereinfachen.

Jetzt baut der Düsseldorfer Telekommunikationsanbieter in Deutschland sogar ein eigenes Netz, das ausschließlich für die Kommunikation von Geräten und Maschinen gedacht ist. Dieses neue Maschinennetz sei, so der Anbieter, hochsicher und speziell optimiert für die regelmäßige und kostengünstige Übertragung kleinerer Datenmengen – und verbraucht dabei bis zu zehnmal weniger Strom als bislang.

Effiziente Anwendungen

In Siegen hat Vodafone die neue, Narrowband IoT genannte, Technologie jetzt aktiviert. IoT ist Englisch und steht für „Internet der Dinge“ (Internet of Things). Das ermöglicht neue digitale Anwendungen, von denen die Stadt, lokal ansässige Unternehmen und auch die Anwohner und Besucher profitieren sollen. Denn Stromzähler, Straßenlaternen und Co. lernen sprechen und werden so nützlicher und effizienter.

In 95 Prozent des Siegener Stadtgebiets ist das Maschinennetz verfügbar. Das macht die Vernetzung von Gegenständen sogar an Orten möglich, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt – im Keller unter der Erde oder hinter Betonwänden. Die speziellen Narrowband IoT Sensoren, die die Daten erfassen und über das Maschinennetz übertragen, verfügen über Akkulaufzeiten von bis zu zehn Jahren.

Im Dezember hat Vodafone den deutschlandweiten Ausbau des Maschinennetzes in Düsseldorf gestartet. Bis September soll die neue Technologie in ganz Deutschland funken.

Weniger Wartezeit

Das Maschinennetz ist die Infrastruktur, die aus Städten und Kommunen „Smart Citys“ machen soll. Über die neue Technologie können beispielsweise Strom- oder Wasserzähler aus den Kellern der Häuser heraus in regelmäßigen Abständen aktuelle Zählerstände automatisch an die Zentralen der städtischen Versorger senden. Das kann den aufwendigen manuellen Ausleseprozess erleichtern.

Ebenso können intelligente Mülleimer ihren Füllstand melden. Städtische Müllunternehmen können so ihre Routenplanung optimieren und Mülltonnen leeren, noch bevor sie überfüllt sind. Das sorgt für noch sauberere Innenstädte.

In Industriehallen oder mittelständischen Lagern können Ortungs- und Bewegungssensoren Rohstoffe oder fertige Produkte überwachen. Im Boden oder in Straßenlaternen verbaute Sensoren könnten die Parkplatzsuche in der Innenstadt erleichtern. Sie würden aktuell melden, wann und wo Parkplätze frei werden.

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