Sportstätten

Team-Sport-Park Siegen: Spatenstich für die Freilufthalle

Spatenstich für den Team-Sport-Park im Leimbachtal mit Manfred Utsch (dritter von links) und Dagmar Utsch-Stichhan (zweite von rechts). Die Stiftung „Anstoß zum Leben“ des Unternehmerpaares stemmt das Projekt.

Spatenstich für den Team-Sport-Park im Leimbachtal mit Manfred Utsch (dritter von links) und Dagmar Utsch-Stichhan (zweite von rechts). Die Stiftung „Anstoß zum Leben“ des Unternehmerpaares stemmt das Projekt.

Foto: Florian Adam

Siegen.   Der Team-Sport-Park Siegen wird im Leimbachtal bei jedem Wetter Training und Fitness an der frischen Luft ermöglichen – mit Dach überm Kopf.

Manchmal muss man sich nicht entscheiden, da kann man beides haben: Zum Beispiel Sport an der frischen Luft und trotzdem mit einem Dach über dem Kopf. Im Leimbachtal entsteht mit dem Team-Sport-Park Siegen eine Freilufthalle, die auch bei schlechtem Wetter Open-Air-Sport-Erlebnisse ermöglicht. Hinter dem Projekt steht die „Anstoß zum Leben“-Stiftung des Unternehmerpaars Dagmar Utsch-Stichhan und Manfred Utsch. Gestern war Spatenstich.

Die Halle

Herzstück ist die etwa 20 mal 40 Meter große Halle. Sie hat ein helles Membrandach mit einem Hügelprofil und Membranwände mit einigen Aussparungen am oberen Rand. Sofern Regen oder Schnee nicht einem sehr flachen Winkel einfallen, bleiben die Sportlerinnen und Sportler auf dem 30 mal 15 Meter großen Spielfeld im Inneren trocken. Die Konstruktion ermöglicht also etwas scheinbar Widersprüchliches: Draußen sein, dabei aber alle Vorteile des Drinseins genießen. Das gilt übrigens nicht nur für die kühleren Jahreszeiten und schlechtes Wetter, wie Architekt Meik Klingelhöfer vom Büro Piske + Utsch betont: Auch bei 35 Grad im Hochsommer kann das Training unter dem Dach eine Wohltat sein – auch deshalb, weil der Kunstrasen sich im Schatten nicht annähernd so aufheizt wie in der prallen Sonne. „Und trotzdem kann man dieses Freiluftfeeling haben und muss nicht in eine stickige Halle“, sagt der Architekt.

Die weiteren Gebäude

2011 hat die Stiftung in der von ihr übernommenen Sportanlage im Oberen Leimbachtal bereits einen Kunstrasenplatz und eine Tartan-Leichtathletikanlage realisiert. Das dazugehörige einstöckige Gebäude mit Umkleiden und Büros wird nun kernsaniert, um seitliche Anbauten und einen weiteren zweigeschossigen Anbau ergänzt, der auch Platz für Seminarräume bietet. Außerdem gibt es hier einen Raum, von dem aus sich die Technik der Halle steuern lässt: Sie verfügt unter anderem über ein Lautsprecher- und Soundsystem, außerdem über eine Anzeigentafel und aufwändige Beleuchtung – dank derer die Architektur in den Abend- und Nachstunden illuminiert und so in Szene gesetzt werden kann.

Die Nutzung

Ein Schwerpunkt ist die Förderung des Jugendfußballs, „aber wir öffnen das Angebot auch für andere Zielgruppen“, erläutert Stiftungs-Koordinator Arno Gerono. Volleyball, Badminton, Hockey, Frisbee und Gymnastik seien beispielsweise möglich. Außerdem legt die Stiftung auch noch ein Basketballfeld neben der Halle an. „Unsere Vision ist, dass hier Sport nicht nur am Nachmittag stattfindet, sondern am ganzen Tag“, sagt Arno Gerono. Gerade auch Senioren- und Rehasport sei ein Thema. Die Nutzungszeiten werden über ein Buchungssystem vergeben: für Nutzungen im Jugendfußball sind die Konditionen besonders günstig, für Vereine etwas teurer; und Freizeitsportler, die nicht organisiert sind, aber die Halle nutzen möchten, müssen noch ein wenig drauflegen. Willkommen seien alle, unterstreicht Arno Gerono, aber die Gebührenordnung – die noch nicht final steht – werde die konzeptionell festgeschriebene Priorisierung zum Ausdruck bringen. Das Areal kommt darüber hinaus auch als Veranstaltungsfläche in Betracht.

Die Planungen

Fertig sein soll die komplette Anlage nach Angaben von Meik Klingelhöfer im September. Die Gesamtkosten werden nach derzeitiger Schätzung bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen. Das ist mehr, als ursprünglich gedacht. Unter anderem stellte sich der Untergrund als schwieriger heraus, als zuvor gehofft, außerdem treibt die Auslastung der Baubranche Preise nach oben.

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