Schule

Stadt Kreuztal zahlt dritte Schul-Rückfahrten weiter

Um Kosten zu senken, hat die Stadt Kreuztal Schulen gebeten, ihre Stundenpläne umzugestalten.

Um Kosten zu senken, hat die Stadt Kreuztal Schulen gebeten, ihre Stundenpläne umzugestalten.

Foto: Jörg Schimmel/Funke Foto Services

Kreuztal.   Schulträgerin versucht in Absprache mit Schulen Kosten zu senken. Auf zweite Hinfahrt wird in den kommenden zwei Schuljahren verzichtet.

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Der Schulausschuss hat einstimmig beschlossen, wie die Hin- und Rückfahrten für die Kreuztaler Schulen für die kommenden zwei Schuljahre (2019/20 sowie 2020/21) organisiert werden sollen.

Ausgangslage

Konkret standen die zweiten Hin- und die dritten Rückfahrten der Schulen auf dem Prüfstand. Denn zu Beginn des Schuljahres 2018/19 hatten die zuständigen Verkehrsbetriebe VWS diese Fahrten kostenpflichtig gestellt. Das hatte Mehrkosten in Höhe von rund 35.000 Euro (netto) nach sich gezogen, die die Stadt Kreuztal als Schulträgerin als so genannte „freiwillige Leistung“ zahlen musste. Um die Kosten zu senken, hat die Stadt alle betroffenen Schulen gebeten, ihre Stundenpläne so zu gestalten, dass die Kosten möglichst gesenkt werden können. Gemeinsam habe man Kompromisse gefunden, betonte Stadträtin Edelgard Blümel im Ausschuss. Betroffen sind alle Schulen außer der Adolf-Wurmbach-Grundschule (Eichen und Littfeld), der Hauptschule Eichen und der Kindelsberg-Lachsbach-Förderschule, da die Kinder dort mit Linienbussen fahren oder die zusätzlichen Fahrten nicht benötigt werden.

Neuerungen

Alle betroffenen Schulen verzichten auf die zweite Hinfahrt am Morgen. Die dritte Rückfahrt bleibt allerdings an allen fünf Wochentagen erhalten. Hintergrund ist der enorme organisatorische Aufwand für alle Schulen, der aus einer Änderung entstehen würde. Außerdem müssten diverse Zusatzangebote wie AGs oder Förderkurse wegfallen. Ebenfalls neu: Die St. Martin-Schule Kreuztal und die Friedrich von Bodelschwingh-Grundschule Buschhütten hatten vorgeschlagen, die Fahrten der Linien A341 und L136 zusammenzulegen. Aus organisatorischen Gründen und in Anbetracht der Kosten ist es bei der Zusammenlegung günstiger, die Fahrten für beide Schulen ebenfalls an fünf Tagen in der Woche anzubieten. Die Schulen hatten zuvor nur an einem Tag (Buschhütten) bzw. an drei Tagen (Kreuztal) Fahrten in Anspruch genommen.

Kosten

Für alle Schulen entstehen durch die Änderungen Kosten in Höhe von 26.531 Euro pro Schuljahr. Das sind 8376 Euro weniger als im Vorjahr.

Stimmen

Sigrid Zimmermann (SPD): „Wir sind froh über die dritte Rückfahrt. Aber wir finden bedauerlich, dass die zweite Hinfahrt wegfällt.“ Sie wollte wissen, ob das zusätzliche Geld nicht doch eingesetzt werden könne. Die Planungen seien ausführlich mit den Schulen abgesprochen worden, entgegnete Dezernentin Edelgard Blümel. Das Ergebnis sei gut und mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden gewesen. Bernd Meichelböck (SPD) meinte, der Vorschlag sei sinnig. Doch die Frage danach, ob es nicht auch anders gehe, müsse erlaubt sein: „8500 Euro verbraten wir locker bei der 50-Jahr-Feier“, so sein Appell. Philipp Krause (CDU) nannte die Entscheidung „tragbar“. Er lobte die Absprachen mit den Schulen.

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