UN-Simulation

Siegener Studenten bei den Model United Nations in New York

Das Siegener Team, das zur größten UN-Simulation der Welt nach New York reist, bereitet sich derzeit intensiv vor. Die Studentinnen und Studenten stammen aus acht Nationen und 14 Studiengängen.

Foto: Universität Siegen

Das Siegener Team, das zur größten UN-Simulation der Welt nach New York reist, bereitet sich derzeit intensiv vor. Die Studentinnen und Studenten stammen aus acht Nationen und 14 Studiengängen.

Siegen.   18 Studentinnen und Studenten der Universität Siegen nehmen Ende März an der UN-Simulation teil. Sie vertreten dort die Bundesrepublik Somalia.

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In der Rolle somalischer Diplomaten werden 18 Studentinnen und Studenten der Universität Siegen in die USA reisen. Das Team wird vom 25. bis 29. März den afrikanischen Staat bei der größten UN-Simulation der Welt, den Model United Nations (MUN) in New York vertreten. Es ist das neunte Mal, dass eine Delegation der Uni Siegen an diesem Ereignis teilnimmt. Es findet an Originalschauplätzen in New York statt.

Das Team

Die Siegener Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus insgesamt acht Nationen und 14 Studiengängen – das Projekt ist fakultätsübergreifend organisiert. „Von Jahr zu Jahr wird unsere Truppe bunt gemischter“, sagt Anke Freuwört, die in Abwesenheit des langjährigen Projekt-Koordinators Gerrit Pursch die Organisation der Gruppe übernimmt. „Wir sind eines der besten Beispiele für Multikulturalität, Offenheit und diplomatische Kooperation an der Universität Siegen.“

Die Konferenz

Insgesamt versammeln sich in New York rund 2500 Studierende aus über 130 Staaten, um sich mit internationaler Politik zu beschäftigen und Gremien sowie Organisationen der Vereinten Nationen zu simulieren. Die große Abschlusskonferenz findet im Hauptsitz der Vereinten Nationen statt und wird in der Regel mit Ansprachen hochrangiger UN-Politiker und bekannter Persönlichkeiten eröffnet. Die Siegener sind insgesamt in acht, diesmal zumeist großen Komitees vertreten. Das schlägt sich auch in kleinen Dingen wie der Anzahl der benötigten Visitenkarten nieder, wovon in diesem Jahr besonders viele gebraucht werden.

Die Herausforderung

„2017 haben wir Kanada vertreten, ein gefragtes Land bei Mitgliedsstaaten der UN“, sagt Piriyanya Karunananthan, Pressebeauftragte der diesjährigen Delegation. Nun Somalia zu vertreten werde nicht ganz einfach werden. „Wir müssen als kleines Land unsere Ziele konkreter definieren und brauchen mehr strategisches Denken und diplomatisches Geschick, um andere Länder von unseren Zielen zu überzeugen.“ Die Bundesrepublik Somalia liegt am Horn von Afrika und hat etwa 12,3 Millionen Einwohner überwiegend muslimischen Glaubens. Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt als Nomaden. Die Kindersterblichkeit im Land ist recht hoch, das Bildungsniveau im internationalen Vergleich niedrig. Wegen eines langjährigen Bürgerkriegs sind immer noch rund eine Million Somalis als Flüchtlinge in Nachbarstaaten registriert.

Die Vorbereitung

Seit Januar arbeiten die Delegierten an Positionspapieren. „Die Papers sind das Aushängeschild unserer Delegation“, erläutert Karunananthan. Sie werden vor Beginn der Konferenz online veröffentlicht, damit Delegierte anderer Universitäten sich damit im Vorfeld intensiv auseinandersetzen können.

Der Lerneffekt

Der persönliche Mehrwert für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sei enorm, wie es in einer Mitteilung der Uni Siegen heißt. Als Delegierter oder Delegierte lerne man debattieren, argumentieren und verbessere seine Englischkenntnisse, so Karunananthan. Es erfordere aber auch Interesse für politische Themen sowie Offenheit für andere Kulturen und Menschen.

Die Erfolge

In den vergangenen drei Jahren wurden die MUN-Delegationen der Universität Siegen mit insgesamt neun Preisen für ihre Arbeit in New York ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem Ehrungen für die Positionspapiere, die „vorbildliche Arbeit im Komitee“ und die Preise als ehrenvolle (2016) und herausragende Delegation (2017).

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