Gründerszene

Siegener in der Höhle der Löwen auf Vox: „Eine Riesenchance“

| Lesedauer: 4 Minuten
Schnell, nahrhaft und gesund: Torsten Schuh präsentiert seine „Hans Ranke“-Fertiggerichte in „Die Höhle der Löwen“.

Schnell, nahrhaft und gesund: Torsten Schuh präsentiert seine „Hans Ranke“-Fertiggerichte in „Die Höhle der Löwen“.

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Siegen.  Der Siegener Torsten Schuh sucht auf Vox einen Investor für seine veganen Bio-Fertiggerichte. Kann er in der „Höhle der Löwen“ überzeugen?

  • Torsten Schuh bietet mit seinem Startup „Hans Ranke“ gesunde hochwertige Fertiggerichte an
  • Er bekommt am Montagabend die Chance, sein Unternehmen auf Vox zu präsentieren
  • Er sucht in „Die Höhle der Löwen“ einen Investor für 20 Prozent der Unternehmensanteile

„Eine Riesenchance“: Der Siegener Gründer Torsten Schuh ist mit seinem Startup-Unternehmen „Hans Ranke“ am Montag, 9. Mai, ab 20.15 Uhr in der „Höhle der Löwen“ auf Vox. Der 31-Jährige ehemalige BWL-Masterstudent hat vegane Bio-Fertiggerichte auf Basis von Hülsenfrüchten entwickelt – und hofft nun darauf, dass ein Investor bei ihm einsteigt. Regional läuft „Hans Ranke“ bereits ziemlich gut, berichtet Schuh.

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Für den den Namen seines Start-ups hat sich Torsten Schuh vom Märchen „Hans und die Bohnenranke“ inspirieren lassen – der arme Hans tauscht seinen letzten Besitz gegen fünf magische Hülsenfrüchte, gelangt so ins Land der Riesen gelangt, sein Leben ändert sich dadurch grundlegend. Das war auch für Torsten Schuh so: Die Idee für sein Produkt geht zurück auf einen Kumpel, der sich vegan ernährte und der ihn auf Nudeln aus Hülsenfrüchten aufmerksam machte – und es gab nicht wirklich Rezepte und Produkte. Gemeinsam starteten sie einen Blog zum Thema, fingen an, selbst Produkte zu entwickeln – und so nahm die Sache ihren Lauf.

Hülsenfrüchte-Couscous von Hans Ranke aus Siegen deckt Proteinbedarf

Irgendwann landete Torsten Schuh bei Couscous. Sein Kumpel entschied sich aus persönlichen Gründen gegen die Selbstständigkeit, aber er war überzeugt: Gesunde Fertiggerichte sind eine Marktlücke. „Ich hatte das Problem ja selber“, sagt der Siegener – wenig Zeit, gesund zu kochen, zu oft landete er bei Ungesundem. Inzwischen ist Torsten Schuh selbst Flexitarier, isst nur wenig Fleisch. Um seinen Eiweißbedarf decken zu können, nutzt er rote Linsen und Kichererbsen – daraus wird der Couscous von Hans Ranke hergestellt. Schuh bestellte Gewürze, getrocknetes Obst und Gemüse, fing an zu experimentieren.

Herausgekommen ist ein Fertiggericht in drei Geschmacksrichtungen: Steinpilz-Chili, Mediterran und Curry-Mango. Viel pflanzliches Protein, Eisen, Magnesium, natürliche Zutaten. Heißes Wasser drüber, umrühren, drei Minuten quellen lassen – fertig. Gab’s bis dahin so nicht im Supermarkt.

Siegerlandfonds unterstützte Hans Ranke – die Produktion konnte starten

Mit seinem Produkt wandte sich Torsten Schuh zunächst an den Siegerlandfonds, der lokale Startups unterstützt. Der unterstützte Hans Ranke, es folgten Businessplan und Crowdfunding. „Eine unglaubliche Achterbahn“, erzählt der Siegener – zeitweise lief es super dann wieder gar nicht. Am Ende hatte er sein Ziel von 25.000 Euro Startkapital sogar um 5000 Euro übertroffen. Die Produktion konnte starten. Anfang 2021 war das.

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Und das war gar nicht mal unkompliziert. Denn mit einfach nur Zutaten ins Gefäß kippen ist es nicht getan, erklärt der Unternehmer: Couscous, Gemüse und Gewürze müssen gut vermischt werden, damit es sich nicht absetzt. Diese erste Charge wurde übers Jahr abverkauft, im eigenen Online-Shop und in regionalen Supermärkten – und nun hofft Torsten Schuh, dass sich einer der „Löwen“ für sein Produkt begeistert und bei ihm einsteigt. 75.000 Euro für 20 Prozent Unternehmensanteile ist sein Angebot.

Siegener präsentiert „Hans Ranke“ vor Millionenpublikum auf Vox

An die Vox-Sendung geriet er mehr oder weniger durch Zufall, erzählt Torsten Schuh: In einem der vielen Telefonate, die man als angehender Unternehmer so führt, wurde ihm „Die Höhle der Löwen“ empfohlen, er durchlief den regulären Bewerbungsprozess – und bekam ziemlich schnell eine positive Rückmeldung: Die Einladung zum sogenannten Pitch. Vor einem Millionenpublikum sein Produkt, sein Unternehmen zu präsentieren – „schon krass“, sagt Schuh. „Fühlt sich etwas surreal an“. Auch wenn er es längst gewohnt ist, sich und seine Idee zu präsentieren.

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Gute Vorbereitung ist wichtig, er muss sein Unternehmen kennen, seine Zahlen, Strukturen, Mengen, Abverkauf; bei den potenziellen Investoren Vertrauen und Begeisterung in und für „Hans Ranke“ schaffen. Ob ihm das gelingt: Montagabend werden wir es erfahren.

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