Gesundheit

Siegen-Wittgenstein: Mehr als 27.000 an Diabetes erkrankt

Blutzuckermessung: Mehr als die Hälfte der Diabetes-Patienten in Siegen-Wittgenstein ist älter als 70 Jahre.

Blutzuckermessung: Mehr als die Hälfte der Diabetes-Patienten in Siegen-Wittgenstein ist älter als 70 Jahre.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

In Siegen-Wittgenstein leben laut der Krankenkasse AOK 27.434 Menschen mit Diabetes Typ 2. Mehr als die Hälfte ist älter als 70 Jahre.

Siegen-Wittgenstein. Diabetes Typ 2 ist eine der großen Volkskrankheiten bundesweit. Auch im Kreis Siegen-Wittgenstein sind immer mehr Menschen davon betroffen, mittlerweile liegt der Anteil der Patienten mit Typ 2-Diabetes bei 9,9 Prozent.

Das geht aus dem aktuellen AOK-Gesundheitsatlas Diabetes mellitus Typ 2 hervor. Zum Vergleich: In der gesamten Region Westfalen-Lippe liegt der Diabetikeranteil bei 8,7 Prozent. „Dieses Ergebnis zeigt, dass wir nicht nachlassen dürfen, uns auf dem Gebiet der Diabetesprävention weiter zu engagieren“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Erkrankungsrisiko steigt mit Alter – auch in Siegen-Wittgenstein

Laut AOK-Gesundheitsatlas leben im Kreis Siegen-Wittgenstein insgesamt 27.434 Menschen mit Typ-2-Diabetes. Mehr als die Hälfte ist über 70 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an der sogenannten Zuckerkrankhei t zu erkranken, deutlich an.

„Das Alter ist einer der bestimmenden Risikofaktoren für die Entwicklung der Erkrankung“, sagt Schneider. Auch Fettleibigkeit gilt als Risikofaktor für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. Im AOK-Gesundheitsatlas wurde die regionale Adipositashäufigkeit bestimmt.

Viele Menschen in Siegen-Wittgenstein sind zu dick

Diese wurde in fünf gleich große Kategorien eingeteilt. Das Ergebnis: Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist der Kategorie mit einer durchschnittlichen Adipositashäufigkeit zuzuordnen. Häufig treten Nierenschädigungen, Erblindungen oder Amputationen als Komplikationen auf“, so Schneider.

„Wir können die Diabetes-Epidemie nur wirksam bekämpfen, wenn es uns gelingt, die Menschen vor dem Auftreten einer Erkrankung zu schützen.“

Geeignetes Mittel sind Lebensstiländerungen wie ausreichend Bewegung gesunde Ernährung und der Abbau von Übergewicht. Experten gehen davon aus, dass sich dadurch mehr als 50 Prozent der Diabetes-Erkrankungen verhindern ließen.

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